Ruf der Wächter
Siegreich im Krieg, Wachsam im Frieden, Opferbereit im Tode.
 
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 Prolog - Der Anfang einer Geschichte

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Natia
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BeitragThema: Re: Prolog - Der Anfang einer Geschichte
So Mai 07, 2017 8:21 pm

Pferd satteln ... Doch bevor sie den Gedanken weiter folgte, sprach wieder die Menschenfrau sie an.
"Ich betrachte meine Mission noch nicht als Erledigt. Außer ihr bietet es an, dass ihr euch darum kümmert dieses Wissen weiter zu tragen ..."
Man merkte Natia förmlich an, wie sie dieses Szenario im Kopf durchspielte mit einem leicht abwesenden Blick, doch sofort den Kopf schüttelte. Irgendwie sah weder die Söldnerin, noch der Händler so aus, als ob es sie groß kümmern würde und ein falsches Versprechen wollte sie ihnen auch nicht entlocken.
Doch es stimmte schon was sie da sagte, wenn sie kreuz und quer durch Ferelden reisten, brachte die Zwergin das überhaupt nicht weiter.
Und dann war da ja noch immer die Sache mit den Pferden, auch wenn der Händler zustimmte dass er sie mitnehmen würde und auch Hoffnungsfroh klang, dass sie auf diesem Wege früher oder später einem Grauen Wächter begegnen würden.

"Nun denn, da gibts noch das Problem dass ich nicht mehr bei mir hab, als das was ihr an mir sehen könnt. Ich besitze kein Pferd und habe auch noch nie eins gesehen." Zumindest wusste sie wozu Pferde gut waren!
"Also denke ich kann ich euch nicht von Nutzen sein und auch ihr mir nicht, so dass unsere Wege sich jetzt wohl schon trennen."
Natia wirkte nicht, als würde sie das groß stören. Aber sie würde es auch nicht stören mit zu reisen. Also was solls.
"Ich wüsste nur gerne in welche Richtung Denerim liegt, denn dann kann ich sogleich dorthin aufbrechen."
Genau, das war gerade das klügste. "Und unterwegs werde ich so wenig wie nötig mit anderen in Kontakt treten." Dabei warf Natia einen freundlichen Blick in Richtung der Söldnerin. Sie hatte es nicht vergessen, doch so einfach umkehren konnte die Zwergin ja auch nicht.
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Fiona
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BeitragThema: Re: Prolog - Der Anfang einer Geschichte
Mi Mai 10, 2017 12:43 am

Die Söldnerin ließ die kritischen Worte über ihren Nutzen stillschweigend einfach an sich herunter laufen. Ihren Stolz erreichten diese Worte nicht, also sah Fiona auch keinen Grund sich verschmäht zu fühlen. Sie würde ehrlich gesagt auch nicht anders Reagieren als der Händler wenn sie einen unbekannten Söldner in die Dienste nehmen würde. Daher konzentrierte sie sich viel mehr darauf wie ihre erste kleine Aufgabe lautete. Die Kriegerin nahm Lucan das Taschentuch ab, weniger Damenhaft, viel mehr so als sei es nur ein Fetzen Stoff. „Wir werden es sehen wie gut Halvar ist.“, entgegnete Fiona. Insgeheim wissend das es nicht besonders viel sagend oder versprechend war. Sie selbst unterschätzte ihren treuen vierbeinigen Freund in der Hinsicht immer. Vielleicht schlummerte in ihm wirklich ein guter Fährtenleser, aber sie war nicht im Stande dieses Potenzial voll auszuschöpfen. Aber sie vertraute darauf das Halvar verstand was sie wollte und das schenkte ihr Zuversicht.

Zwischen ihr und dem Händler, der nun vielmehr ihr neuer Auftraggeber war, empfand Fiona alles nötige geklärt. Doch diese Zwergin bereitete ihr ungewolltes Kopfzerbrechen. Scheiße, nein. Ich werde euer Anliegen nicht weiter tragen, sucht euch jemand anderen.“, sagte sie leise und den Blick auf die Zwergin gewandt. Fiona verschränkte sogar die Arme vor der Brust um ihren Unwillen deutlicher zu zeigen. Das fehlte ihr gerade noch, mit einer Nachricht an die Grauen Wächter betraut zu werden. „Bezahlen könnt ihr mich nämlich nicht dafür das ich es tue.“, schmetterte sie es einfach ab und rettete sich damit selbst in eine Ausrede es nicht tun zu müssen. Und doch sah sich Fiona gerade in einer ausweglosen Situation. Der Händler schien die Zwergin mitzunehmen und für sie klang es ganz und gar nicht danach, dass die Zwergin versuchte anderen Menschen aus den Weg zu gehen. Ihre Haltung versteifte sich etwas und überspielte ihre Entsetzen perfekt. Das Problem war nicht das Natia kein eigenes Pferd, oder Pony besaß! Halvar schaute in dem Moment zu ihr hinauf, als erwartete er einen Hinweis darauf was er jetzt machen sollte. Fiona jedoch übersah diese Geste, löste ihre verschränkten Arme und wandte sich schließlich ab um ihr Pferd zu holen. Im vorbei gehen teilte sie ihrem Auftraggeber jedoch ihre Meinung zu der Zwergin mit. „Lasst die Zwergin hier und wieder zurück zu ihren Stein gehen.“ Sollte man sie doch als Rassenfeindlich und unfreundlich sehen. Ihr machte die Krankheit die in Natias Körper wütete nichts aus, aber dabei zuzusehen wie der Händler sich unbewusst ansteckte war unverantwortlich. Mit Halvar an der Seite verschwand die Kriegerin im Dunkel der Dorfstraße und bewegte sich zu den Ställen hinüber, dabei hielt sie dem Mabari das Stück Stoff vor die Nase und murmelte leise etwas in einer anderen Sprache zu. Der riesige Hund schnupperte und beschäftigte sich intensiv mit dem Taschentuch und würde bereit sein wenn sie aufbrachen.
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Lucan
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BeitragThema: Re: Prolog - Der Anfang einer Geschichte
Do Mai 11, 2017 11:27 pm

Lucan ging bereits die Straße hinab. Seine Gedanken waren längst bei seinen eigenen Plänen. Und diese drehten sich alle um fürchterliche Rache. Was glaubten diese Magier, mit wem sie es zu tun hatten? Lucan war nicht irgendein dahergelaufener Dieb, mit dem sie ihre Spielchen treiben konnten und der vor Angst bei einem kleinen Zaubertrick weglaufen würde. Nein, das hier war Lucans Spiel. Er hatte dieses Geschäft organisiert und er würde es sich nicht entreißen lassen. Geschweige denn, dass er sich dafür anschwärzen ließ, egal ob er da mit drin steckte oder nicht!
Er lauschte dem kurzen Gespräch der beiden Frauen nur mit einem Ohr. Immerhin war ihr gemeinsamer Aufbruch für ihn bereits beschlossene Sache. Welche Probleme die beiden miteinander hatten, war ihm völlig gleich, solange sie taten, wofür er bezahlte.

Nur scheinbar sollte es so einfach nicht werden. Denn hey, Frauen waren ganz und gar nicht einfach. Diese Tatsache hatte ihn schon oft gequält und welchen Grund gäbe es schon, dass es dieses Mal anders lief. Während die Söldnerin es gar nicht abwarten konnte, die Zwergin loszuwerden, schien auch die kleine Frau nicht daran interessiert, sich ihnen anzuschließen. Nun, Lucan sollte es gleich sein.
So drehte er sich mitten im Gehen um, betrachtete sie und lief gleichzeitig weiter mit dem Rücken Richtung Taverne gewandt. „Ihr schlagt mein Angebot aus? Da entgeht Euch etwas. Denerim hat so etwas nicht zu bieten.“ Er zuckte mit den Schultern und deutete hinter sich in Richtung der Straße. „Drei Meilen in diese Richtung erreicht Ihr die Handelsroute. Folgt der Straße nach Osten. Dann erreicht Ihr Denerim…“ Doch plötzlich grinste er wieder verschlagen. „Allerdings werdet Ihr zu Fuß vielleicht gerade rechtzeitig ankommen, damit Ihr noch Zeuge werdet, wie der Erzdämon den König frisst. Ihr braucht ein Pferd, ich habe zwei.“ Hoffte er. „Eure Entscheidung.“ Ein erneutes Schulterzucken. Da erreichte er auch schon die Taverne und verschwand in den Stall. Allerdings setzte er darauf, dass die Söldnerin tatsächlich noch ihre Sachen in der Taverne holen ging. Sonst brauchte er Glück.
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Natia
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BeitragThema: Re: Prolog - Der Anfang einer Geschichte
Di Mai 16, 2017 3:28 pm

Natia stand ziemlich ... unpartaisch und unzugehörig da, selbst als die Söldnerin meinte, sie würde ihr Anliegen nicht weiter tragen. "Ok", war darauf nur ihre kurze und sehr knappe Antwort.
Sie fügte nicht hinzu, dass sie das gar nicht gefragt hatte. Sie fragte auch nichts weiter nach. Es war einfach nur ein Ok.
Sie sah den Menschen gar nicht mal als feindlich an, auch wenn sie sehr deutlich diese Feindschaft spürte. Aber irgendwie spürte sie auch, dass diese Feindschaft alleine ihr galt. Allerdings konnte sich Natia auch nicht erklären, warum sie ihr gegenüber so feindlich war.

Die Zwergin hörte ruhig zu, was der Händler ihr so zu berichten hatte.
Sehr zu ihrer Freude, erklärte er ihr auch, wie sie nach Denerim kam, allerings redete der Herr so schnell, dass sie nichtmal umhin kam sich für die Info zu bedanken, da haute er schon die nächste Überraschung raus. Er hatte ein Pferd zu viel!
"Ich würde euch gerne begleiten, ich hoffe ich kann reiten."
Nein, konnte sie nicht. Sie hatte noch nie Pferd gesehen, sie wusste nichtmal wie sie aussahen, nur dass es große Tiere waren, auf denen man reiten konnte. Sowas brauchte man in den Tiefen Wegen niemals!

Sie folgte dann sogleich langsam der Söldnerin, die voran gegangen war und auch dem Händler, der noch im Stall verschwand.
Während sie auf die zwei Menschen und den riesigen Hund wartete, starrte sie unschlüssig zum sternenfunkelnden Himmel hinauf und atmete die frische Luft ein, die so anders als die staubigen Gänge war, die sie so gewohnt war.
Sie fühlte sich seltsamerweise nicht unwohl. Bis auf dieses Jucken ...
Sie hatte oft gehört, dass Zwerge verrückt wurden auf der Oberfläche, aber sie selbst ... fühlte einfach nichts!
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Fiona
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BeitragThema: Re: Prolog - Der Anfang einer Geschichte
Do Mai 25, 2017 7:07 pm

Der Weg der Söldnerin führte nicht zuerst in die Taverne, sondern direkt zum Stall. Ihr Aufenthalt in Steinbach war für nicht allzu lange gedacht gewesen und so hatte Fiona darauf verzichtet sich eines der wenigen Zimmer zu mieten die es in der Schenke gab. Ihr Pferd und alle weiteren Habseligkeiten befanden sich im Stall, wo sie letztendlich in dieser Nacht geschlafen hätte, hätte sie später entschieden. Aber da sie nun für einen Auftrag bezahlt worden war, ist die Frage um einen Schlafplatz hinfällig geworden. Vermutlich würden sie die Nacht durch machen und irgendwo später im Freien schlafen. Mit solch nebensächlichen Gedanken betrat die Söldnerin den Stall und lief die einz lnen Boxen ab, bis sie an jene gelangte in der ihr weiß-braun geschecktes und Pferd stand. Es stach völlig zwischen den dunkelbraunen Tieren heraus, die in Ferelden üblich waren. Vielleicht stand sogar das ein oder andere Maultier dazwischen, während die Lastochsen draußen unter einem einfachen Vordach untergestellt waren. Ihr Pferd kaute beschäftigt an einem einzelnen Strohhalm herum, während es die Ohrren spitzte, als Fiona es auf der ihm vertrauten Sprache leise ansprach. Viel Zeit benötigte sie nicht um es aufzusatteln, ihr Reisegepäck war immer noch zusammen gepackt und so war alles schnell wieder verstaut und fest geschnürt. Sie band sich noch schnell ihren Einhänder um, für den Fall dass sich der Auftrag zu einem kleinen Scharmützel entwickelte. Den Bogen und die Pfeile ließ sie in dem Stoff eingewickelt und was am Sattel befestigt war. Es widerstrebte ihr gerade sich mit dieser Waffe auszurüsten. Viel zu leicht würde der Bogen fragen hervorrufen, die sie nicht gewillt war zu beantworten. So war es besser wenn er verborgen unter diesem Stoff blieb.


Die Reisevorbereitungen abgeschlossen, über ein paar Nahrungsmittel verfügte sie noch und zur Not würde die Wildnis das notwendigste aufbringen müssen, griff sie nach den Zügeln ihres Pferdes und führte es aus dem Stall heraus. Während Fiona mit ihren eigenen Vorbereitungen beschäftigt war und sich Gedanklich auf die Verfolgung der flüchtigen Händler eingestellte, hatte sie nicht darauf geachtet wann Lucan ebenfalls den Stall betreten hatte und was er dort machte. Flüchtig hatte es den anschein, als holte er seine Tiere aus ihrem Unterstand. “Ich warte draußen.”, verkündete sie daher knapp unter den regelmäßigen geklapper der Hufe ihres Tieres und kurz danach war sie auch schon durch die Öffnung verschwunden.


Draußen entdeckte sie wiederum die Zwergin. Sie war allem anschein nach nicht allein zur Handelsstraße aufgebrochen, noch war sie in ein dunkles Loch zurück gekrochen. Der Blick der Kriegerin gestaltete sich sehr abwertend gegenüber der Zwergin. Missachtete sie den Rat sich von gesunden Menschen fern zu halten. Sie würde noch den Händler anstecken, ohne dass der arme Hund etwas davon merkte. Trotzdem ging Fiona wortlos an ihr vorbei. Was sie zu sagen hatte hatte sie bereits gesagt und es nun auch mehrmals durch Blicke versucht deutlich zu machen. Wahrscheinlich müsste sie sich etwas ausdenken, wie sie am besten eine ansteckung verhinderte. Um sich selbst machte sich Fiona weniger Gedanken, der Händler war es der sich freundlich seinen eigenen Tod an seine Seite eingeladen hatte. “Halvar!”, rief sie, während sie auf ihr Pferd stieg und der Mabari sofort aufmerksam den Kopf hob, der ihr die ganze Zeit nicht weiter entfernt als ihren eigenen Schatten gefolgt war. “Such’ die Spur.”, trug sie dem riesigen Hund auf und hoffte, dass er imstande war sie zu finden und zu verfolgen. Um ersteres machte sie sich weniger Sorgen, als sie sah, wie der Mabari laut bellte und dann mit gesenkten Kopf die Hauptstraße auf und ab lief. Gelegentlich ließ er dabei ein grunzendes Geräusch von sich vernehmen, während er die Luft einsog und die verschiedenen Gerüche nach dem richtigen absuchte. Es dauerte einige Atemzüge, aber dann verfolgte Halvar - der durch sein dunkel gestromtes Fell kaum im wenigen und schwachen Fackellicht der Häuser zu sehen war - eindeutig eine Richtung die aus dem Örtchen hinaus führte. Als er sich dann sicher war die gewünschte Spur gefunden zu haben, bellte und heulte er laut auf, was für Fiona ein bestätigtes Zeichen war. Sie wendete ihr Pferd in diese Richtung und ließ es ebenfalls in jene traben. Die Richtung war gefunden und nun brauchte sie nur noch auf ihre neuen Weggefährten warten. Sie und Halvar waren jedenfalls bereit die Suche und die Verfolgung zu beginnen. Besonders Halvar wirkte angespannt, weil er auf den Befehl wartete die Spur weiter zu verfolgen die er soeben erfolgreich gefunden hatte.
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Lucan
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BeitragThema: Re: Prolog - Der Anfang einer Geschichte
Do Jun 01, 2017 5:12 pm

Natürlich musste die Sölderin nicht noch einmal in die Taverne. Das wäre aber auch zu einfach gewesen. Aber sie war so beschäftigt mit sich selbst und ihrem Pferd, dass sie Lucan völlig ignorierte. Das war mehr als günstig für ihn, denn Lucan besaß kein eigenes Pferd. Er hatte einige Zeit in Orzammer verbracht, da brauchte man keine Pferde. Der Weg nach Steinbach war auf einem Karren nicht weit gewesen. Lucan war derzeit tatsächlich etwas schlecht ausgerüstet. Das hätte sein kleiner Diebstahl ändern sollen. Er hätte sich am nächsten Morgen ein Pferd besorgt und wäre mit seiner Beute aufgebrochen. So viel zur Theorie. In der Praxis sah es nun so aus, dass er sich das Geld für ein neues Pferd sparte.
Soltle ihm auch recht sein. Doch da er natürlich nicht seine Tarnung vor seinen neuen Begleitern verlieren wollte, musste er unauffällig sein. Er ging sehr zielstrebig durch den Stall, schließlich waren die Boxen in ganz Ferelden immer ähnlich gefüllt. Vorn standen die schnellen Tiere für Botschafter und Postverkehr. Weiter hinten fand man dann die gemächlicheren Tiere, von denen keins zu Schande geritten war, aber muskulös genug, um eine Kutsche zu ziehen.
Lucan entschied sich für zwei Pferde in den vorderen Boxen. Er hatte ihre Besitzer bereits gesehen und wusste, dass sie schon an so manchen Weggepunkt ausgewechselt wurden, wenn die Botschaft so heiß war, dass sie regelmäßig frische Pferde benötigte. Sie waren schnell, hatten sich aber daran gewöhnt, immer durch fremde Hände zu gehen und auf keinen Menschen geprägt zu sein. Sie waren dazu ausgebildet, dass ein Reiter direkt in den Sattel springen und losjagen konnte. Lucan ließ den schwarzen Hengst zuerst an sich schnuppern, bevor er die Box betrat und sich erst den Zustand des Tieres ansah. Die Hufen sahen in Ordnung aus, kein Anzeichen, dass er lahmen könnte. Dann begann das Satteln. Als das erledigt war, ging er zu der braunen Stute und wiederholte die Prozedur. In die Satteltasche packte er nur das Nötigste, was er im Stall fand.

Schließlich führte er die Pferde an ihren Zügeln hinaus. Dabei ging sein Blick wachsam über den Hof. Es sollte ihn jetzt natürlich niemand erwischen, wie er zwei Pferde stahl. Wobei vermutlich nicht einmal ihre Besitzer die Tiere in der Dunkelheit erkannt hätten. Und die Tiere waren extrem ruhig. Wie er schon sagte, ein paar sanfte Worte und alles war gut, sie waren auf niemanden geprägt. So führte er die Pferde von dem Hof der Taverne, in der noch immer gezecht wurde.
Er hingegen blickte auf die Zwergin. "Eure einzige Aufgabe besteht darin, im Sattel zu bleiben. Ich nehme die Zügel und führe Euer Pferd. Einfach sitzen und festhalten, soweit verstanden?" Er legte den Kopf leicht schief, als er zu der Stute nickte. "Kommt, ich helfe Euch hoch." Er hielt ihr die Hand hin.
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Fiona
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BeitragThema: Re: Prolog - Der Anfang einer Geschichte
Sa Jun 10, 2017 3:59 pm

In der Tat bemerkte Fiona nichts von dem Treiben des bemalten Fennek, sie ging aus den Augenwinkeln heraus gesehen, davon aus dass er sich um seine eigenen Pferde kümmerte. Das er sie stahl kam ihr dabei überhaupt nicht in den Sinn und selbst wenn sie es gewusst hätte, hätte sie bestimmt nicht großartig etwas dazu gesagt. Als Lyriumdieb beschuldigt zu werden war bedrängend genug alles daran zu setzen seine Unschuld beweisen zu wollen. Entweder das, oder man suchte sein heil in der Flucht. Letzteres hätte wohl Fiona selbst getan, als den Hals bei einer Verfolgung zu riskieren.
An nichts bestimmtes denkend, saß die Söldnerin bereits in ihrem Sattel und wartete auf die anderen. Die Zügel locker in einer Hand, während Halvar am Rande des Dorfes immer noch seine Runden auf ab schritt und laut bellend verkünden ließ, dass er die Spur hatte und bereit war sie weiter zu verfolgen. Der Lärm des Mabari würde früher oder später einige neugierige Nasen aus der Schenke aus der Tür locken, die nachsehen wollten wieso das Tier so anschlägt.


Eine weile betrachtete die Kriegerin noch das Bild wie Lucan mit den Pferden aus dem Stall kam und letztendlich doch diese Zwergin mit nehmen wollte. Fiona seufzte und fragte sich wohin das ganze noch führen sollte. Früher oder später musste sie darauf aufpassen das der Händler sich nicht auch an der Verderbnis ansteckte, die die Zwergin so naiv mit sich umher trug. Schließlich beschloss sie den kleinen Vorteil das man sie alle noch nicht entdeckt hatte nicht durch Halvars gebell nicht aufs Spiel zu setzen und trieb ihr treues Ross etwas an ein Stück weit zu dem Mabari aufzuschließen. Bei ihm angekommen sprach sie ihm leise zu und das Gebell wurde leiser und verstummte langsam. “Vielleicht hätten wir uns lieber nach Stunden bezahlen sollen.”, kommentierte Fiona gegenüber Halvar die sich hinziehende Zeit, die die Zwergin benötigte sich ihrer Verfolgungsgruppe anzuschließen und auf das Pferd aufzusteigen. Dan wandte sie den Blick von dem Dorf ab und schaute auf den Weg der vor ihnen lag und sprichwörtlich ins Dunkel der nacht führte. Wie würde wohl die Verfolgung werden, fragte sich Fiona und versuchte das Risiko abzuschätzen. Was in erster Linie davon handelte wie sehr sie auf Gegenwehr stießen, wenn man den dieben das kostbare Lyrium abnehmen wollte. Die erste Frage war daher, wenn Lucan an ihre Seite gelangte, “Als wie gefährlich würdet ihr eure entflohenen Freunde bezeichnen?”
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Lucan
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BeitragThema: Re: Prolog - Der Anfang einer Geschichte
Mi Jun 14, 2017 4:57 pm

Ganz so einfach war es nicht, eine Zwergin auf ein normalgroßes Pferd zu bekommen. Vermutlich hätte Lucan doch besser ein Pony stehlen sollen. So mussten sie erst zu einer Trittbank gehen, die für das Aufsitzen bereitstand. Doch auch von dort aus musste der Magier ihr helfen. Er ergriff ihre Hand, packte sie fest und verfrachtete sie in den Sattel. Da konnte er nur froh sein, dass die Zwergin genügend Armkraft besaß und sich dann selbst in den Sattel ziehen konnte. "Alles in Ordnung dort oben?", fragte er. Er hatte schon eine kleine Stute gewählt. Aber ganz geheuer schienen Pferde keinem Zwerg zu sein. Lucan zog die Steigbügel bis ins kleinste Loch und knotete noch eine Schlaufe, um die Steigbügel auf die nötige Höhe zu bekommen. Das tat er auch auf der anderen Seite, bevor er ihr Bein zur Seite drückte und den Sattelgurt noch einmal nachzog. "Einfach festhalten", erinnerte er sie.
Die Zügel behielt Lucan selbst in der Hand. Er führte die Stute mit sich zu dem Hengst zurück. Geschickt schwang er sich in den Sattel, zog den Gurt seines Pferds fest und nahm dann die eigenen Zügel. "Na los, mein Großer." Mit leichtem Schenkeldruck brachte er den Hengst in Bewegung. Die Stute wartete auf ein Signal. Ihr Ohr zuckte, als nichts von der Zwergin kam. Lucan blickte zu dem Tier und schnalzte im Takt mit der Zunge. Das genügte, um die Stute dazu zu bringen, dem Hengst einfach nachzugehen.

Gemeinsam erreichten sie also die Söldnerin. Ein leichtes Grinsen lag auf seinen Lippen. Diese Situation war absurd und er hätte am liebsten losgelacht. Was tat er nicht alles für ein paar Muskeln mehr. Aber zwei Angreifer wären eine gute Ablenkung, damit er die Sache aus dem Hinterhalt schleunigst beenden konnte. Dann musste er sich nur seine Beute schnappen und verschwinden. Im besten Fall kam er dabei der Söldnerin noch einmal so nah, um den kleinen Beutel zurückzubekommen. Aber das war kein Muss. Er war nicht so geizig, dass er für gute Arbeit nicht bezahlte. Aber dafür musste sie erst einmal etwas leisten. Bisher übernahm die ganze Arbeit ja das Kalb.
Aber das schien sich als nützlich zu erweisen. Als Lucan zu der Söldnerin aufschloss, schien der Mabari die Fährte bereits gefunden zu haben. Zielgerichtet lief er los und zwar genau in die Richtung, in die Lucan am liebsten direkt galoppiert wäre. Zumindest hatte das Tier die richtige Spur, das war gut für seine Tarnung.
"Diese Ratten sind nicht meine Freunde. Ich pflege keine Freundschaften mit dreckigen Dieben. Hängen sollen sie!" In Lucan loderte diese unbändige Wut über die Dreistigkeit der Magier. Entsprechend zornig klangen auch seine Worte. Er blickte über die dunkle Umgebung, als sie das Dorf hinter sich ließen. "Sie sind vier, wir… dreieinhalb. Eine offene Konfrontation ist dennoch nicht meine erste Wahl. Sollen uns die Diebe doch zu ihrer Beute führen. Und dann beseitigen wir das Problem aus einem Hinterhalt. Das ist der schnellste Weg." Doch er verlor kein Wort darüber, dass es sich um ein Magierquartett handelte. Woher sollte ein einfacher Händler wie er das auch wissen? "Dann sollten wir uns nur nicht abhängen lassen." Sein Fuß ging ein Stück nach hinten in der Flanke des Hengstes und drückte. Das Tier sprang in einen zackigen Trab und die Stute folgte.


Zuletzt von Lucan am So Jun 25, 2017 6:19 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Fiona
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BeitragThema: Re: Prolog - Der Anfang einer Geschichte
So Jun 18, 2017 6:59 pm

Hätte Fiona über einen Zeitmesser verfügt, dann hätte sie wohl ständig darauf geschaut. Es dauerte wirklich eine Ewigkeit bis die Zwergin im Sattel saß und bis die beiden überhaupt zu ihr an den Rand des Dorfes aufgeschlossen hatten. Schlimmer als Waschweiber, schoss es der Söldnerin flüchtig durch den Kopf. Effizient war das Ganze nicht wenn man davon ausgehen musste, dass die Personen die es zu verfolgen galt, in dieser Zeit weiter an Vorsprung gewannen. Der Blick von Fiona fiel auf die Zügel von Natias Pferd, die sich jedoch in den Händen von Lucan befanden. „Das sieht man auch nicht oft, ein Zwerg der reitet.“, sagte sie trocken um ihrer Laune etwas Luft zu machen. Sie hatte das Spiel begonnen Abweisend gegenüber der Zwergin zu sein und ihr immerzu deutlich zu machen, dass sie am besten gar nicht hier wäre. Und der arme Händler wusste nichts davon welchen Tod er dazu eingeladen hatte mit sich zu reiten. Oh Erbauer, stehe uns bei. Sie trieb ihr Pferd mit leichten Hilfen an und als die vier Rösser in Halvars Richtung aufbrachen, verstand der Mabari dies als Startsignal und verfolgte die Fährte weiter als nur bis zum Ortsrand.

Sie ritten dem Bärengleichen Hund hinterher, der mit der Schnauze den Boden absuchte und die Rute hoch erhoben hatte und dabei gelegentlich einige grunzende Laute von sich gab. Fiona war erstaunt das Halvar zum Spürhund taugte, oder aber es lag daran das er endlich wieder etwas anderes tun durfte, außer in irgendwelchen Schenken unter den Tischen zu liegen. „Dann Frage ich mich, wieso ihr überhaupt mit ihnen gereist seid.“, sagte sie offen und schaute über die Schulter hinweg den Händler an und meinte sich zu erinnern, ihn gemeinsam mit den flüchtigen Dieben die Taverne im Dorf betreten zu haben. Aber so genau interessierten sie die Details nicht, viel wichtiger empfand sie seine Einschätzung der Leute falls es zu einer Auseinandersetzung kam. Welche ihr dann auch zu denken gab. Lucan schlug einen Hinterhalt vor und die Söldnerin nickte – unbewusst ob er das überhaupt in der aufkommenden Dunkelheit, da sie die Feuer des Dorfes hinter sich ließen, überhaupt sehen konnte. „Bestehlen wir die Diebe, klingt nach einem guten Plan.“, sagte sie daher und ob es wirklich ein soo guter Plan sein würde, würden sie später sehen. Auch sie trieb ihr Pferd zu einer schnelleren Gangart an und hatte nur wenig Aufmerksamkeit dafür übrig, ob sich die Zwergin weiterhin im Sattel halten konnte wenn sie nun so durch geschüttelt wurde. Jedenfalls wirkte sie, ähnlich wie in der Taverne, mit der Situation allein ausreichend beschäftigt zu sein. Die Zwergin war Fiona wirklich mehr als merkwürdig und sie glaubte, dass die Verderbnis allein nicht dafür schuld sein konnte.

Wenig später stellte sich das mit dem nicht abhängen lassen als kleine Herausforderung heraus, als sie einen Bach erreichten, dessen Flussbett zwar flach, aber sich über einige Meter erstreckte. Halvar führte sie direkt an das Ufer und schien dann die Spur verloren zu haben. Denn der Mabari lief das Ufer stück mehrmals, an der Stelle wo die Spur endete, auf und ab und schien sie nicht wieder zu finden. Fiona beobachtete eine Weile das Verhalten ihres Kameraden und beschloss einzugreifen. „Anscheinend müssen sie das Wasser überquert haben.“, sagte sie, trieb ihr Pferd ins nass, welches trittsicher folgte und nicht vor dem seicht fließenden Wasser scheute. Dann pfiff sie einmal kurz und rief damit den Mabari zu sich, der am Ufer aufsah und sich in seiner Aufgabe gestört fühlte. Doch da sich seine Herrin von ihm entfernte, siegte der Impuls ihr zuerst zu folgen und rannte durch das Wasser hindurch zu ihr hinüber ans andere Ufer. Erst dort gab Fiona ihm den Befehl erneut nach der Spur zu suchen und Halvar machte sich schnaubend sofort wieder an die Arbeit.
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BeitragThema: Re: Prolog - Der Anfang einer Geschichte
Do Jun 22, 2017 5:56 pm

Natia hatte einfach nur genickt, sie aufs Pferd helfen lassen ... Na gut, eher hieven lassen, da sie alleine große Schwierigkeiten damit hatte überhaupt aufs Pferd zu steigen.
Und dann völlig stumm die Oberflächenwelt von NOCH WEITER OBEN betrachtet ... Und sie ging nichtmal selbst ... Das war ... ein seltsames Gefühl. Befremdlich und sogar für Natia irgendwie ... unheimlich...
Es war ungewöhnlich für Natia sich so an etwas fest zu krallen. Außer es war ein Dolch im Kampfesrausch ...
Trotzdem versuchte sie sich nichts anmerken zu lassen. Nicht weil sie Sorge hatte, dass die anderen es bemerkten. Eher weil sie Sorge hatte, dass sie selbst tatsächlich Angst verspüren würde, wenn sie aufhörte sich zu konzentrieren ... Also ... Angst vor der Angst vom Reiten und zu nah am Himmel zu sein? ... Die Oberluft tat tatsächlich nicht gut...

Doch zumindest hatte Natia keine Schwierigkeiten sich im Sattel zu halten. Und das rythmische, wenn auch für sie selbst eher holprige Bewegen der Muskeln von dem Pferd unter ihr beruhigte sie ein wenig.
Es würde wohl trotzdem nicht ihre liebste Reiseart sein...

Sie hörte halb abwesend dem Gespräch der beiden Menschen zu. Doch ihr größten Augenmerk lag immer noch auf der Mähne und dem Hals des Pferdes.
Auch als sie an den Fluss kamen...
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Lucan
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BeitragThema: Re: Prolog - Der Anfang einer Geschichte
So Jun 25, 2017 6:44 pm

Ich bin nicht mit ihnen gereist. Wir trafen uns erst hier für einen Handeln und kamen dann in die Taverne, um gemeinsam zu trinken und den Abschluss zu feiern. Das tun Händler so, wisst Ihr? Ich konnte ja nicht ahnen, dass es sich hier um hinterlistige Diebe handelt, die nur auf einen Händler warteten, dem sie die Schuld in die Schuhe schieben konnten!“ Fast hätte Lucan tatsächlich gutgläubigen Händler gesagt. Aber das wäre zu viel des Guten gewesen. So hatte er sich in der Taverne eindeutig nicht aufgeführt. Für so eine Geschichte war es zu spät. Was eigentlich schade war, den ängstlichen Händler zu mimen, der nur das Opfer war, war durchaus amüsant. Aber sei es drum.
Es ist kein Diebstahl, wenn es ihnen nie gehörte. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es viele Diebe gibt, die selbst auf ihre Sachen nicht so gut achten. So erfahren können sie nicht sein, wenn wir ihnen schon auf der Spur sind.“ Wie man es nahm. Es gehörte schon eine gehörige Portion Dreistigkeit dazu, Lucan zu bestehlen und den Geiern zum Fraß vorzuwerfen. Aber so clever waren sie tatsächlich nicht. Es gab auch so etwas wie einen Ehrenkodex unter Dieben. Den dieser dreckige Haufen gebrochen hatte. Verdammte Magier. Sie waren ja nicht einmal richtige Diebe so wie er, sondern sie waren nur auf seinen Plan aufgesprungen und hatten geholfen. Sie waren einfach nur Abtrünnige, die Lyrium wollten. Lucan wusste schon, warum er sich eigentlich vorgenommen hatte, sich von Abtrünnigen fernzuhalten. So etwas machte immer nur Ärger in Ferelden.

Fast hätte Lucan geflucht, als ihr Ritt je zu einem Ende kam, als der Bach ihren Weg kreuzte. Er wusste schließlich, wohin sie mussten und dass er nicht einfach im Galopp hinterherjagen konnte, war immens ärgerlich.
Kritisch blickte er zurück auf den Mabari, als dieser am Ufer die Spur suchte. Sagte man nicht, Mabaris seien so clever? Oh man…
Lucan rollte mit den Augen und führte die zwei Pferde erst einmal durch den Bach. Zumindest der Hengst folgte brav. Natias Stute hingegen sträubte sich zuerst und schüttelte die Zwergin ordentlich durch. Zu allem Überfluss kam dann auch noch der Mabari auf Fionas Befehl angelaufen und lief viel zu nah an der Stute, die sich erschrak. „Hey! Ruhig!“ Ein Pferd zu beruhigen, auf dem man nicht saß, war schwierig. Es kam, wie es kommen musste. Als Lucan so fest an dem Zügel riss, dass die Stute im Steigen gehindert wurde, buckelte sie und warf sie Zwergin von ihrem Rücken. Es klatschte laut in dem Bach und dann galoppierte sie los. Lucan fluchte, riss sein Pferd herum und ließ sich erst mitziehen, bevor er nah an die Stute heranritt. Er schnappte sich nun in jeweils einer Hand ein Paar Zügel, fluchte leise und sprang dann von seinem Hengst in den Sattel der flüchtigen Stute. Erneut buckelte sie erschrocken, doch der Magier hielt sich im Sattel. Es war noch ein kleines Hin und Her, doch endlich reagierte sie auf seine Hilfen und blieb stehen, als Lucan sich tief in den Sattel sinken ließ. „Wasser ist scheußlich, ich weiß.“ Er fuhr sich mit der Hand über das Gesicht und atmete erst einmal tief durch. Eigentlich hatte er vorgehabt, um dieser Zeit mit Met und Rum in einer Schänke zu sitzen und dem Leben zu frönen. Von wegen. Er gab der Stute wieder die Schenkel und ritt mit den beiden Pferden zu seinen neuen Begleitern zurück, allerdings schon auf der anderen Uferseite.
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Fiona
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BeitragThema: Re: Prolog - Der Anfang einer Geschichte
So Jul 02, 2017 10:00 am

Zwar hörte Fiona sich die Erzählung an, die Lucan mit den flüchtigen Händlern verband aber sie musste ehrlich gestehen da sie danach nicht viel schlauer war als vorher. So nachvollziehbar es für das Fennek zu sein schien, so fügte sich für die Kriegerin nicht alles zu einem erklärenden Bild zusammen. Aber sie wurde auch nicht dafür bezahlt sämtliche Hintergründe zu kennen, ihr reichte der simple Auftrag Diebe finden und die Beute zurückholen. Wer dabei hinterher im Recht war, war ebenfalls so eine Sache die einen Söldner nicht interessieren sollte wenn er seinen Auftraggeber zufrieden stellen wollte. Und an diesen Kodex hielt sich Fiona. Sie nickte nur zur Verständigung, damit sich Lucan nicht ignoriert fühlte. Lieber ging sie auf ein anderes Thema ein, dass sie etwas erheiterte, “Das klingt für mich als habt ihr schon reichlich Erfahrungen mit Dieben gemacht, wenn ihr sie so gut einschätzen könnt. Oder danach, als ob ihr selbst schon zu diesem Handwerk gegriffen habt.” Eigentlich war es ihr einerlei. Vom hörensagen wusste sie was einen erwartete wenn man Händler sein wollte. “Ich selbst würde wohl einen lausigen Händler abgeben, meine Talente liegen eindeutig woanders als den Charakter von jemanden zu analysieren und zu entscheiden ob  dieser jemand mich  über’s Ohr hauen will, oder sich über’s Ohr hauen lässt.”


Allerdings unterbrachen die Geschehnisse am Bachlauf ihre weitere Unterhaltung. Denn es stellte sich heraus, dass die Zwergin absolut kein Talent für das reiten besaß und dass ihr Pferd nicht allzusehr an Mabaris gewöhnt zu sein schien. Fiona sah nur noch wie es endgültig scheute,  als der bullige Hund von einer größe eines kleinen Bärens an ihm vorbei lief. Daraufhin die Zwergin abwarf und sich und Lucan ausreichend damit beschäftigt war die Stute wieder unter kontrolle zu bringen. Was für einen komischen Haufen sie doch abgaben, schoss es der Kriegerin durch den Kopf. Sie wendete ihr Pferd, gab dem erwartungsvollen Halvar den Auftrag wieder nach der Spur zu suchen und trieb ihr Ross zurück ins Wasser, direkt zu der Stelle an dem die Zwergin unfreiwillig baden gegangen war. “Erzählt mir bitte nicht, dass ihr jetzt ertrinkt. Das Wasser ist selbst für eure Beine flach genug, um darin zu stehen.”, sagte Fiona und beugte sich tief an der Seite ihres Pferdes herunter und streckte Natia eine Hand entgegen. “Kommt, ihr könnt mit mir reiten und an mir festhalten. Euch noch einmal verlieren sollte uns nicht passieren wenn wir die Diebe noch einholen wollen.”
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Lucan
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BeitragThema: Re: Prolog - Der Anfang einer Geschichte
Di Jul 18, 2017 3:55 pm

Als Lucan mit den beiden Pferden zurückkehrte, saß die nasse Zwergin bereits auf dem Pferd der Söldnerin. Er grinste grimmig. „Alle wieder frisch?“ Er zwinkerte der Zwergin zu. Dann sah er zu dem Mabari, der noch immer die Spur suchte. Das durfte doch nicht wahr sein. Aber immerhin war Lucan auf seinem Rückweg nicht untätig gewesen. Denn immerhin wusste er, wo sie lang mussten und wie man einen Fluss überquerte, wenn man nicht verfolgt werden wollte. Von daher hatte der Ausbruch der Stute tatsächlich auch etwas für sich.
Er nickte in die Richtung, aus der er gekommen war. „Setzt euren Freund mal dort hinten an. Ich glaube, ich habe dort Fußspuren am Ufer gesehen. Könnte ich mir auch nur eingebildet haben, dafür ist es zu dunkel.“ Sie hätten sie auch nie gefunden, hatte Lucan nicht gewusst, nach was er Ausschau halten musste.

So wendete der Händler sein Pferd und ließ die Stute durch leichten Schenkeldruck vorangehen. Der Hengst schritt ganz entspannt neben ihnen her. Ihn schien das alles kalt zu lassen, selbst als der Mabari direkt zwischen ihnen hindurch lief und Lucan die Stute schon mehr fordern musste, damit sie ruhig blieb.
Der Weg führte nur ein wenig flußaufwärts, als Lucan zu der Stelle nickte. Der Mabari schien von selbst zu wissen, was zu tun war, denn er fand die Fährte und ging dann in die von Lucan gewünschte Richtung. Weit wäre es nicht mehr. Bald könnte er diese dreckigen Ratten grillen. Auch wenn er mit Bedacht vorgehen musste. Er wollte nicht unbedingt raushängen lassen, dass er ein Magier war. So sehr er diese Fähigkeiten liebte und so verlockend es auch war, diese Ratten in Flammen aufgehen zu lassen – Er wollte mal nicht schon wieder verbrannte Erde hinterlassen, im wahrsten Sinne des Wortes. Nach seiner jüngsten Begegnung mit Templern hatte er davon eindeutig genug. Da kamen ihm seine zwei Gefährten sehr recht. Sollten sie sich der Sache annehmen. Er hoffte nur, sie waren gut genug. Sonst könnten sie gegen die Magier nicht bestehen. Irgendwie bezweifelte Lucan das ja. Aber so würden sie zumindest als Ablenkung dienen, während Lucan sie eben doch in Aschehaufen verwandelte.
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Natia
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BeitragThema: Re: Prolog - Der Anfang einer Geschichte
So Jul 30, 2017 9:51 pm

Natia hörte still zu was Lucan zu erzählen hatte. Sie vermerkte für sich, er war also ein Händler. War erst vor kurzem in Orzammar gewesen und wurde bestohlen.
Soweit so gut und die Frau mit dem Kriegerhund war eine Söldnerin? Auch gut.

Langsam gewöhnte sich die Zwergin an den Rücken des Pferdes, doch dieses "Glück" hielt nicht all zu lang an.
Am Wasser wurde das Pferd unruhig. Sie wurde zuerst ordentlich durchgeschüttelt und konnte sich halten, vielleicht hätte sie sich auch länger auf dem Pferd halten können, aber die allgemein ungewohnte Bewegung war nichts für sie.
Also war die Zwergin fast schon froh im nassen Bach zu landen und dem Pferd dabei zuzusehen wie es davon gallopierte und Lucan hinterher.

Sie saß wohl schon ne zeit lang etwas verwirrt im Wasser, denn plötzlich kam die Söldnerin auf sie zu. Natia blickte, fast schon überrascht hoch, da die Frau noch immer auf ihrem Pferd saß und schüttelte dann den Kopf.
"Nein." Sie ertrank nicht. Damit stand sie auch wieder auf, ohne weitere Worte zu verschwenden und nickte auf das Angebot von Fiona.
Sie ließ sich aufs Pferd aufhelfen und saß dann schon bald auf dem Rücken des Tieres, vor ihr der Mensch. Nun denn ... War auch nicht bequemer. Pferde waren allgemein sehr unbequem.

"Zumindest wär ich dann wohl sauber.", bestätigte sie mit einem Nicken zu Lucan.
Und dann ging das Ungemütliche Vorankommen weiter. Aber zumindest schienen sie tatsächlich voran zu kommen.
Sie waren immerhin auf dem Weg diese Diebe zu finden, wobei Natia da irgendwie ja eher zufällig hinein geraten war.
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Fiona
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BeitragThema: Re: Prolog - Der Anfang einer Geschichte
So Aug 06, 2017 8:56 pm

Fiona zog die Zwergin zu sich auf das Pferd, als diese sich bereiterklärte wieder auf eines zu steigen nachdem das andere sie abgeworfen hatte. Sie hatte schon Zwerge gesehen die das nicht getan hätten. Zum Glück war Natia auch nicht schwer gepanzert, sonst hätte das hinaufziehen niemals geklappt. „Gut festhalten, Zwerg.“, wand sie ein, als sie spürte wie Natia hinter ihr nach dem Gleichgewicht und dem bequemsten Sitz suchte. Währenddessen lenkte sie ihr Pferd auf der Stelle, damit sie wieder zu Lucan und Halva auf schließen konnten. Dabei hörte sie sehr genau was die Zwergin sagte und Fionas Blick wurde ernst. „Äußerlich vielleicht.“, antwortete Fiona ihr und senkte die Stimme so weit, das Luca nicht hören konnte was sie redeten, „Das andere lässt sich nicht so einfach abwaschen.“ Sie hoffte das Natia dies nicht vergessen hatte und auch ihren Rat aus dem Dorf nicht, dass sie für andere höchst ansteckend war und somit alle in tödliche Gefahr brachte. Aber jetzt war sie nun mal hier und… Es wäre wirklich besser die kleine Zwergin zu vertreiben. Doch diese Aufgabe wollte Fiona nicht übernehmen. Warum sie es nicht tat, darüber wollte sie nicht nachdenken.

Zurück bei Lucan wurde ihr gemeinsames Vorhaben die Diebe ohne große Zeitverzögerung wieder in Angriff genommen. Lucan schien in der Zwischenzeit wo sie die Zwergin aus dem Wasser gefischt hatte, Spuren gefunden zu haben. „Sehr gut.“, sagte sie und nickte dem Händler zu. Der auch gleich die von ihm angedeutete Richtung mit seinem Pferd ansteuerte und das Pferd von Natia neben sich herlaufen ließ. Fiona folgte ihm und auch Halvar suchte im richtigen Bereich nach seiner Fährte. Nachdem das auf und ab laufen des Mabaris aufhörte und dieser eine eindeutige Richtung durch den Wald verfolgte, trieb auch die Kriegerin das Pferd zu einem zügigen Schritt an.

Eine Weile verfolgten die Menschen hoch zu Pferd so dem Mabari, bis dieser etwas an seiner Haltung veränderte. Halvar nahm eine leicht geduckte Haltung und wurde sichtlich langsamer – vorsichtiger. Fiona hob einen Arm und wollte Lucan damit bedeuten, dass sie das Gleiche tun sollten. Sie hielt jedenfalls ihr Pferd an, nachdem sie die Zeichen sah die Halvar ihr gab. Waren sie denen die sie verfolgten näher gekommen? Fiona überlegte. „Das letzte Stück sollten wir ohne die Pferde zurücklegen, wenn wir uns durch ihr Hufgetrappel nicht verraten wollen. Oder gefällt euch die Vorstellung besser sie mit dem Überraschungsmoment einfach über den Haufen zu reiten?“, fragend wandte sie sich an Lucan. Fiona selbst wäre für das anschleichen, einfach weil sie sich in der Vergangenheit oft an irgendetwas heran oder vorbei schleichen musste. Aber sie wollte die Entscheidung dem Händler überlassen, immerhin bezahlte er diese ganze Aktion und er schien auch nicht den Eindruck zu machen ihr bei der ganzen Arbeit nur zuzusehen.
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Lucan
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BeitragThema: Re: Prolog - Der Anfang einer Geschichte
Mo Aug 07, 2017 9:56 pm

Der Mabari fand die Spur, genauso wie es Lucan gewollt hatte. Der Kriegshund spielte Lucan somit direkt in die Karten und sorgte dafür, dass er bei seiner Geschichte bleiben konnte. Hätte der Hund die Spur nicht gefunden, wäre es schwieriger gewesen, eine Ausrede zu finden, warum sie nun ausgerechnet in dieser Richtung gehen mussten. Denn selbst eine Fackel anzuzünden, um frischen Fährten zu folgen, wäre auf allen Ebenen zu auffällig gewesen, nicht nur vor seinen neuen Begleitern, sondern das Feuer hätte man auch aus großer Entfernung im Wald gesehen.
So war Lucan äußerst zufrieden, als Halvar der Fährte erfolgreich folgte und sie seinem Ziel näherbrachte. Jetzt konnte Lucan nur noch hoffen, dass der Kriegshund nicht über die zwei älteren Fährten stolperte, bei denen nicht nur die gesuchte Gruppe, sondern auch Lucan unterwegs gewesen war. Noch etwas, was gegen eine eigenhändige Suche mit Fackel suchte. Zumindest der Söldnerin traute er zu, eine gute Fährtenleserin zu sein. Damit wäre es zu riskant, Spuren auf dem Waldboden zu suchen. Am Ende fand sie noch einen Fußabdruck, der unleugbar zu Lucans Stiefeln gehörte. Nein, diese Möglichkeit wollte er ausschließen - und das gelang ihm durch Halvar.

So waren sie in der Dunkelheit des Waldes unterwegs, zwei Menschen und ein Zwerg auf drei Pferden, zwei davon gestohlen. Es war eine eigenartige Gruppe, doch vielleicht wäre gerade das vielversprechend. Obwohl Lucan bisher nicht die Fähigkeiten der Zwergin einschätzen konnte. Zwerge waren von Natur aus stark und robust. Aber ihr Auftreten, ihre Haltung, ihre Ausrüstung ließen darauf schließen, dass sie den Kampf beherrschte. Lucan verstand sich darauf, andere Personen einzuschätzen. Also setzte er darauf, dass ihn sein Gespür auch dieses Mal nicht getrügt hatte, selbst wenn es ein Zufall gewesen war, dass er die beiden angeworben hatte.

Sie kamen ihrem Ziel näher. In Lucans Fingerspitzen kribbelte es. Er wollte seine Rache. Niemand wagte es, ihn zu bestehlen. Das würde er sie lehren. Sein Zorn über ihre Dreistigkeit wurde größer, je näher er dem Ort kam, an dem sie das Lyrium versteckt hatten.
Schließlich schlug auch der Mabari an. Endlich.
Auf Fionas Vorschlag hin nickte er und stieg von seinem Pferd ab. "Gehen wir zu Fuß. Im Kampf brauche ich kein Pferd." Er nahm die Zügel der beiden Pferde und knotete sie um einen Baum. Sogar die Sättel lockerte er für die Tiere. Ein klares Zeichen dafür, dass er selbstsicher genug war, um nicht in Erwägung zu ziehen, sich überstürzt in den Sattel werfen zu müssen, um zu fliehen.
Er wartete auf seine beiden angeheuerten Gefährten und achtete darauf, als letzter und mit ein wenig Abstand zu gehen. Er zog es vor, aus dem Hinterhalt anzugreifen. Er war schnell mit seinen Dolchen. Doch nicht nur deswegen ließ er sich zurückfallen, sondern auch um im Ernstfall magisch nachhelfen zu können. Außerdem trug er keine Rüstung, die ihn im direkten Nahkampf schützen könnte.

Schließlich wurde der Wald lichter. Sie bewegten sich leise, wachsam und folgten dem Weg, den der Mabari einschlug. Die Bäume wurden weniger, als der Boden felsiger wurde und sie schließlich am Fuß eines kleines Berges ankommen. Verborgen hinter einer Baumgruppe konnte man Fackeln erspähen. Die Bäume verbargen eine kleine Höhle, in der sie die Lyriumkisten versteckt hatten.
Lucan schlich langsam näher und schon von Weitem konnte er die Diebe schimpfen hören. Sie waren also noch damit beschäftigt, seinen Bann zu brechen. Es war ihnen unmöglich, die Kisten einfach zu bewegen. Dafür hatte Lucan mit einer Rune in der Felswand vorgesorgt. Bisher schienen sie diese noch nicht gefunden zu haben. Sie versuchten die Magie zu lösen, das hätte Lucan auch getan. Aber noch waren sie nicht dahinter gekommen. Dementsprechend lautstark fluchten sie oder beschimpften sich für ihre eigene Dummheit. Was hatten sie geglaubt? Dass Lucan sich einfach übers Ohr hauen ließ? Was für Narren.
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BeitragThema: Re: Prolog - Der Anfang einer Geschichte
Sa Aug 12, 2017 12:57 am

Natia war wohl so gar nicht klar, dass sie tatsächlich ansteckend war. Bei der Legion lebten die Infizierten nicht lange genug ohne Kampf mit der Dunkel Brut. So dass eine Ansteckung mit der Verderbnis immer auf den direkten Kontakt mit dem Blut der dunklen Brut zurück geführt wurde.
Vielleicht nahm sie deshalb Fionas Worte nicht so wirklich ernst? Sie registrierte diese lediglich und nickte, wobei die Menschenfrau dieses Nicken wohl kaum sehen oder spüren konnte.

Also gingen sie weiter. Wieder ohne wirklich schlauer zu sein. Außer dass Natia tatsächlich kurz den Gedanken hatte, wieso die Menschenfrau sich überhaupt über die Verderbnis im Klaren war.
Selbst die Zwerge die davon wussten, bekamen selten was mit. Und Menschen...? Waren Menschen nicht jene, die schon seit Jahren dachten, dass Verderbheit, dunkle Brut und all sowas einfach Kindermärchen aus den Tiefen Wegen sind?

Der Kriegshund fand also die Spur und sie folgten. Oder die Menschenfrau auf ihrem Pferd, mit Natia hinten drauf folgte. Lange genug Zeit dass sie vor sich hin träumen konnte. Sie überlegen konnte eigentlich zielgerichteter an ihre Aufgabe zu gehen.
Aber erstmal hatte sie wohl Lucan ihr Wort gegeben zu helfen.


Wie froh die Zwergin war als die Menschenfrau vorschlug, dass sie doch das letzte Stück zu Fuß gehen sollten.
"Mir gefällt es besser erstmal auszukundschaften. Leise.", meinte die Zwergin monoton.
Es war gut, dass alle dafür waren zu Fuß unterwegs zu sein. Natia mochte zwar den Geruch von Pferden wie sie feststellte, aber es war eindeutig dass sie völlig ungeeignet zur Fortbewegung waren. Was Menschen bloß auch immer mit den Pferden hatten?
Ob sie tatsächlich schneller gewesen waren? Ja, vielleicht. VIelleicht auch nicht. Sie konnte hier oben so schlecht einschätzen wie lang sie unterwegs gewesen waren, oder eher gesagt wie lang die Strecke gewesen sein mag.

Vom Pferd endlich runter streckte sich die Zwergin erstmal und rieb sich den Hintern und den Hals. Das eine fühlte sich ein wenig wund an, das andere ... juckte ein bischen.
Während Lucan und Fiona die Pferde anbanden, fasste Natia in einer ihrer Taschen, bis sie schließlich den kleinen Nug fand. Vielleicht schlief er. Vielleicht war er tot. Das würde sie ein andermal überprüfen. Wichtig war, dass er noch da war.
Und wenn er tot war, musste sie ihn schnell kochen...

Normalerweise würde die Zwergin ja voran gehen und man merkte es deutlich an ihren Schritten, dass sie sich zurück halten musste um nicht zwischen den Bäumen zu verschwinden. Sie wusste einfach, dass sie bestimmt nicht zu den Dieben kommen würde, sondern wahrscheinlich hinter der Nächsten Ecke in den Himmel fallen würde, wäre sie von den beiden Menschen plötzlich getrennt.

So hielt sie sich hinter den Kriegshund, bis sie den Schein von Fackeln ausmachen konnte und das seltsam vertraute Gefühl, eine sanfte Vibration ihres gesamten Körpers sozusagen.
Kurz war die Zwergin verwirrt und blieb nicht zum ersten Mal während der kleinen Wanderung an einer Wurzel hängen.
Doch dann erinnerte sie sich daran, dass sie ja nicht nur nach den DIeben, sondern auch nach gestohlenem Lyrium suchten.
Die anderen Menschen fluchten so stark, dass sie bestimmt die kleine Gruppe nicht kommen sahen. Und auch wenn es Natia leicht missfiel Menschen anzugreifen, immerhin war sie hier um sie zu warnen, zog sie ihre Dolche, doch wartete erst einmal.
WIeso schimpften diese Menschen eigentlich? Stritten sie sich? Wie sie die Beute aufteilen konnten?
Doch die Wortfetzen die sie hörte, verwirrten sie nur noch mehr, so dass ein verwirrter Blick Lucan galt.
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Fiona
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BeitragThema: Re: Prolog - Der Anfang einer Geschichte
Fr Aug 18, 2017 5:19 pm

Die Pferde wurden an Bäumen fest gebunden, nachdem Fiona der Zwergin geholfen hatte abzusteigen. Zwar gab sie dieser immer sehr rau den Hinweis andere wegen ihrer Verderbtheit zu meiden, aber Fiona selbst zögerte nie Natia die Hand entgegenzuhalten oder sie mit sich auf dem Pferd reiten zu lassen. Eine Handlung die wenigstens ein bisschen versuchen sollte ein Unglück abzuwenden. Fiona befand sich im Zwiespalt mit sich was sie letztendlich tun sollte. Sie zögerte und hatte sich immer noch nicht entschieden.
Beruhigend strich sie ihrem Dunkeln Pferd über den Hals und beobachtete aus den Augenwinkeln, wie Lucan die Sättel seiner Pferde lockerte. Das kam ihr merkwürdig vor. Es konnte immer etwas schief gehen. Sie tat es ihm nicht gleich und ließ ihr Pferd reitfertig am Baum. „Ihr seid mir ja ein Optimist.“, meinte sie im Vorbeigehen zu Lucan. Mehr sagte sie dazu nicht was sie gesehen hatte und machte sich daran das zu tun, weswegen man sie auch bezahlte.

Sie sagte Halvar das er sich leise und vorsichtig verhalten sollte, natürlich sprach Fiona wieder in einer anderen Sprache mit dem Mabari, der die Ohren spitzte und diese Worte sehr wohl zu verstehen schien. So schlich die kleine Gruppe näher an ihr Ziel heran und die Lichter eines oder mehrerer Feuer waren durch die Dunkelheit sehr gut zu erkennen. Sie vermuteten also nicht dass sie verfolgt werden würden, oder sie waren schlichtweg dumm. Instinktiv bildete Fiona mit Halvar ein Team und Seite an Seite pirschten sich die beiden näher an das fremde Lager heran. Bewegten sich dabei nahezu lautlos und hatten ihr Ziel fest in Blick, während die Kriegerin gelegentlich einen prüfenden Blick zurück warf was die anderen beiden machten. Sie wollte sich vergewissern das ihre Mithilfe gewährleistet war und sie nicht unbedacht allein plötzlich an vorderster Front allein da stand. Fiona hatte zwar keine Angst, aber genügend bei Verstand dass sie sich nicht unbedingt siegreich gegenüber die doppelte Anzahl von Gegnern behaupten konnte wenn es schief ging.

Das sich die Zielpersonen auch noch lautstark stritten begünstigte ihr Anschleichen wohl nur zusätzlich. Dabei konnte man den Männern und der einen Frau sehr gut zusehen, wie sie im Kreis standen und sich gegenseitig Beschuldigungen an den Kopf warfen, Tatenverlangten und im gleichen Atemzug Tatenlosigkeit beklagten. Worum sie wohl stritten? Die Kriegerin hielt nach der angeblichen Lyrium Beute Ausschau, aber sie entdeckte nichts was dem ähnlich war. Kein bläulich schimmernder Staub oder Gefäße in denen diese besondere Farbe auszumachen war. Fiona und Halvar hatten sich ein dichtes Gebüsch ausgesucht und kauerten nun dort und warteten auf einen Günstigen Moment um zuzuschlagen. Der große Hund zeigte eindeutig dass er auf der Jagd war und keine Hemmungen haben würde direkt einen Menschen anzufallen. Gern hätte Fiona gewusst worüber sich die Leute dort stritten, das Lyrium hatten sie wohl besser nicht auf ihrem Weg verloren oder im Bach verschüttet? Wieder folgte ein prüfender Blick der Kriegerin zu ihren Verbündeten. Gemeinsam angreifen oder sollte jemand für Ablenkung sorgen?
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