Ruf der Wächter
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 Prolog - Der Anfang einer Geschichte

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BeitragThema: Prolog - Der Anfang einer Geschichte
Sa Apr 29, 2017 11:18 pm

Prolog - Der Anfang einer Geschichte

Einleitung
Viele Geschichten beginnen damit, dass man von einem Land erzählt und wenn man seine Augen auf einen bestimmten Ort richtete, dass man etwas ganz tolles entdecken kann.

Unser Land von dem wir erzählen gleicht dem ungemütlich regnerischen, altertümlichen England. Dessen Bewohner sich mit dem nass-kalten Wetter arrangiert haben, da sie es nicht ändern können.
Aber es gibt Grund zur Freude, der Sommer kündigt sich nach einem tristen Frühling an. Der Wind weht weniger kühl über das Land und die Regentage werden erträglicher, da die Sonne stärker und länger Wärme spendet.

Wenn wir jetzt in Richtung Süd-Norden von Ferelden blicken – so heißt unser Land übrigens, dass wir uns ansehen – so könnt ihr ein riesiges schneebedecktes Gebirge erkennen, dass man die Frostgipfel nennt. Heimat barbarischer Stämme, die man die Avvar nennt und Heimat der Zwerge.

In der Nähe von Ozammar, der bekannten Zwergen Hauptstadt mit ihrem Zwergenkönig, befindet sich ein kleiner Ort namens Steinbach. Er liegt zwischen Ozammar und dem Gheelen‘s Pass. Viele Händler die nach Ozammar oder nach Orlais, dem Nachbarland Fereldens, unterwegs sind, machen hier unterwegs Rast. Aber auch Reisende die nach Redcliff aufbrechen oder die Hauptstraßen weiter ins Landesinnere nehmen kommen hier durch.
Jeden Tag sieht man hier andere Gesichter.

Trotz dessen das viele in Steinbach durch kommen oder hier Rast machen, konnte sich das Dorf bisher nie zu einem wichtigen Handelsort etablieren. Die Händler sparen sich ihre Waren lieber für ihre Zielorte auf und meistens ist alles auf ihren Karren auch schon verkauft – angeblich. So fristet das kleine Steinbach ein trostloses Dasein mit seinen paar Häusern, seiner Schmiede und Traverne und lebt davon was die Reisenden an Met konsumieren, als einziger hat es wohl der Schmied gut. Der sich bei jedem Ankömmling über kleinere oder größere Reparaturaufträge freuen kann. Ein Händler aus Orlais sagte einst bei seiner Abreise, „Hier würde er noch nicht einmal Tod über dem Zaun hängen wollen!“

An einem solchen Ort ist die Taverne „zum kahlen Löwen“  immer gut besucht. Einige Oberflächenzwege sieht man hier häufiger und Reisende die noch nie einen Zwerg gesehen haben, betrachten diese mit Staunen. Da gibt es auch zwielichtige Elfen, die verdrossen über ihre Schultern schauen und den nächst besten Geldbeutel ins Auge fassen den sie stehlen wollen.
Dann gibt es auch die Spieltische, an denen Karten verteilt oder Würfel geworfen werden. Der Met fließt, die Stimmung ist meist ausgelassen und die Reisenden erzählen von ihren Erfahrungen, oder auf welchen Weg sie gerade sind. Ein perfekter Ort um eine Pause zu machen, ehe es am nächsten Tag die meisten weiter zieht.

Zeitangaben:

Spielmonat:  Juni -  Justinian - (Ferventis)
Beginn: 2 Justinian

Spielzeitraum: Der komplette Monat Justinian
D.h. wir beginnen am Zweiten und die Zeit und die Tage laufen ab da weiter.
Sprünge auf den nächsten Tag sind okay, aber sollten abgesprochen werden.
Größere Sprünge von einer bis mehrere Wochen erst im Übergang zum nächsten Kapitel. (Sollte es jedoch zwingend für den Spielverlauf nötig sein, besprechen wir auch das.)

Startposition der Charaktere:

Fiona, an einem der Spieltische.

NPC-Wächter, passt sich komplett an. Optional ist er schon da, unbemerkt in einer Ecke oder er trifft erst ein. Je wie die Lage es erfordert.

Lucan, trifft zur späten Abendstunde mit einer Gruppe (Abtrünniger) ein.

Natia, trifft erst ein.

Plotinhalte:

Eine Gruppe Abtrünniger hat nahe Ozammar eine Lieferung Lyrium gestohlen und feiert in der Taverne ihren gelungenen Erfolg.  

Templer sind zu Beginn Offgame bereits auf der Fahndung und können in  der Taverne eintreffen, wann wir sie für die Handlung brauchen.
Optional Unser Wächter-Interessent wird mit der Fahndung ins Spiel integriert.


Zuletzt von Admin am So Apr 30, 2017 1:13 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Lucan
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BeitragThema: Re: Prolog - Der Anfang einer Geschichte
Sa Apr 29, 2017 11:58 pm


Die Nacht war über Steinbach hereingebrochen. In den meisten Häusern des kleinen Dorfes war es bereits finster, die Straßen waren verlassen und der einzige Ort, an dem noch reges Treiben herrschte, war die Taverne. Bereits draußen war Gelächter zu hören, das Kerzenlicht schien warm durch die Scheiben und immer wenn die Tür aufging, konnte man den wohligen Duft des schlichten Eintopfes riechen, der es auch noch zur späten Stunde zwischen den Bierhumpen aufgetischt wurde. Es war ein gemütliches Plätzchen, um den Tag zu beenden. Einladend wie es war lockte es auch noch neue Gäste an. Aus dem Norden näherten sich fünf Schatten, sie waren flink, doch mit Bedacht. Und erst als die Gestalten den Hof der Taverne erreichten, wurden ihre Schritte langsamer. Ein Pferd schnaubte über die Neuankömmlinge und irgendwo war das Knurren eines Hundes zu hören, doch niemand nahm davon Notiz.

Die schwere Holztür Zum kahlen Löwen schlug auf und eine Brise der kühlen Nachtluft vermischte sich mit der stickigen Luft von Alkohol, Schweiß und Rauch. Es war laut, an einigen Tischen herrschte reges Gerede, andere Gäste saßen ruhig über ihrem Getränk und nur wenige hoben überhaupt ihre Köpfe, um die Neuankömmlinge anzusehen und sie im nächsten Moment auch schon wieder zu vergessen.
Es waren die blauen Augen eines Mannes, die den Schankraum abtasteten und schließlich einen Tisch auserkoren. „N‘Abend allerseits“, rief der schwarzhaarige Mann in dem knielangen Ledermantel. Im Vorbeigehen klopfte er auf den Tresen, als würde er hier öfter einkehren. Der Wirt nickte ihm zu und murmelte zur Begrüßung den Namen des Gastes: „Lucan.“ Im Kerzenlicht funkelte der Schmuck, den besagter Mann trug und lenkte von seinen verschlammten Stiefeln ab, die so gar nicht zu dem Auftreten des Mannes passen wollten.

Leichten Schrittes ging er durch den Schankraum bis zu dem Tisch, den er ausgewählt hatte. Allerdings saß an dem Tisch ein Paar, Arm in Arm und sie flüsterten miteinander. „Ihr braucht den Tisch ja nicht mehr, oder? Stroh ist viel bequemer.“ Die Frau kicherte gerade, als sie angesprochen wurden. Als sie den Fremden bemerkte, wurde sie sofort rot und schob eilig die Hand des Mannes unter ihrem Rock hervor. Daraufhin blickte ihr Liebster finster Lucan auf.
Als hinter diesem aber zwei Männer und eine Frau traten, überlegte er es sich anders. Das Grinsen in den Gesichtern dieser Leute schien ihm nicht geheuer und so erhob er sich. So zog er seine Liebste am Arm mit, als er den Tisch und kurz darauf auch den Schankraum verließ.

Besten Dank“, rief Lucan ihm nach und ließ sich in die Sitzecke fallen. Neben ihm nahm die einzige Frau der Gruppe Platz. „Wie unanständig von dir, er hatte sie fast soweit.
Lucan antwortete mit einem Lachen. „Jetzt muss er wohl mit Druck in die Kiste.“ Er setzte sich auf, als die anderen beiden Männer ihrer Gruppe an den Tisch kamen und fünf Bierhumpen abstellten. Lucan betrachtete den Schaum skeptisch, doch er hatte sich längst damit abgefunden, an diesem Ort nichts Besseres zu bekommen. So hob er sein Glas und grinste: „Die Herren, und die Dame… Auf ein erfolgreiches Geschäft.“ Und schon klirrten die Gläser zum Prost.
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Fiona
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BeitragThema: Re: Prolog - Der Anfang einer Geschichte
So Apr 30, 2017 3:43 am

Eine gemischte Gruppe, bestehend aus drei Männern, einer Frau und einem Elfen, hatte einen der hinteren  Tische in einen Spieltisch verwandelt. Seit Stunden wurden dort Karten verteilt und der Geldhaufen in der Mitte wuchs oder schrumpfte in regelmäßigen Abständen. Da neue Spieler an diesem Abend und besonders in dieser Gegend eher selten waren, benahmen sich die Spieler und spielten eher stumm ein Spiel nach dem anderen. Vereinzelnd stöhnte jemand wenn er das meiste oder gar alles von seinem Geld verlor, während ein anderer ein Grinsen von Ohr zu Ohr bekam. Das einzige Laute was von diesem Tisch kam war, wenn einer nach der kleinen Elfe rief die in der Taverne als Bedienung arbeitete. Viele Krüge voller Met wurden von dem dürren blonden Ding mit wasserblauen Augen zu dem Tisch getragen und leer kamen sie wieder zurück.

Mit fortschreitender Stunde in denen gespielt und getrunken wurde, lockerten sich die Zungen unter den Spielern und man hörte viel häufiger eine Unterhaltung oder derbe Sprüche über einen guten oder schlechten Spielzug. Rau wurde gelacht und die Kehlen mit Met feucht gehalten.
Zwischen den Stuhlbeinen und halb unter dem Tisch lag ein großer Fellbedeckter Körper. Er wirkte wie ein Teppichvorleger, doch da es atmete schied dies aus und auch war das Tier für einen normalen Hund auch viel zu groß. Laut schmatzte der Mabari und leckte sich das Maul wenn ihm zu langweilig wurde. Seufzte danach brummend und schaute betrübt am Boden entlang. Aber nichts in der Welt würde das Tier dazu bringen sich von der Stelle zu bewegen, so lange wie seine Besitzerin noch am Tisch saß, Karten spielte und einen Krug Met nach dem anderen leerte.

„Bei meinen Unterhosen! Ich habe noch nie eine Frau so trinken sehen! Könnt ihr das vielleicht meiner Frau beibringen, dann hätten sie und ich endlich Mal eine gemeinsame Beschäftigung.“, rief einer der Männer über den Tisch, als Fiona nach einem kräftigen Schluck den Krug absetzte und sich mit dem Handrücken über den Mund wischte. „Ich kann es versuchen, aber bei deiner schiefen Visage hilft auch schön trinken nicht mehr viel.“, war die Antwort die die Söldnerin zurückgab und dabei ein schiefes grinsen präsentierte. Grölend schlug einer mit der flachen Hand auf den Tisch, der andere dem Kerl auf die Schulter und der Elf hielt sich vornehm zurück. Aber auch sein grinsen war breit. „Los jetzt, zeigt eure Karten!“, unterbrach dann einer von ihnen das ausgelassene Gelächter und nacheinander deckten sie die Karten auf. Mit einem kurzen Blick auf ihr Blatt, schnippte Fiona ihre in die Mitte. Es war keine gute Partie und sie musste dabei zusehen wie ihr Einsatz in den Besitz des Elfen überging. „Beim Erbauer, dieses Klingenohr!“, fluchte der Mann zu ihrer linken und er begann energiesch die Karten alle wieder einzusammeln. „Noch ein Spiel! Ich brauche meinen Einsatz zurück, sonst muss ich nachher noch draußen in den Ställen bei den Pferden schlafen.“ „Das sin‘ aber s'öne 'ferde. Die eine helle Stute da  gnhicks!  Is‘  seeeär ‘übsch.“, brummte der dritte Mann am Tisch in seinen Bart und schaute tief in die Öffnung seines Kruges. Seine Augen schienen etwas in unterschiedliche Richtungen zu blicken und so ganz wusste er wohl auch nicht was er da sagte.
Unter dem Tisch schnaubte es, dass Fiona dazu veranlasste unter diesen zu schauen und einen Blick auf Halvar, ihren Mabari zu werfen. Als der Hund dies bemerkte, hob er seinen riesigen schweren Kopf und augenblicklich setzte ein lautes Klopfgeräusch ein, als sein Schwanz zu wedeln begann und dabei immer auf den Holzfußboden schlug. „Sieht aus als müssten wir unseren Freund bald austauschen.“, erklang die sanft klingende Stimme des Elfen und man konnte sehen wie der Pferdeliebhaber bedrohlich auf seinen Hocker zu schwanken begann. „Heda, ihr da!“, brüllte der schwarzhaarige Mann mit der Ehefrau einem anderen Tisch entgegen, an dem vor nicht allzu langer Zeit eine neue Gruppe Reisender Platz genommen hatte.„Lust auf ein Spielchen?“
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Lucan
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BeitragThema: Re: Prolog - Der Anfang einer Geschichte
So Apr 30, 2017 11:23 am

Die ersten Humpen waren schnell geleert. Es war mehr Wasser als Bier und trank sich weg. Der Geschmack hielt nicht nach, aber es löschte den ersten Durst. Die Gruppe war ausgelassen, sie scherzte miteinander und schien etwas zu feiern. Vielleicht einen Geschäftsabschluss, vielleicht auch nur einen Geburtstag. Offenkundig war nur, dass im Zentrum Lucan stand. Denn diesem wurde nicht nur einmal zugeprostet, man stieß auch auf ihn an und sobald er den Mund aufmachte, lauschten sie schon fast andächtig seinen Scherzen. Er lehnte mit lässig aufgelegten Armen tief in der Sitzbank. An einem Arm lehnte die Frau der Gruppe, trank und beugte sich immer wieder zu ihm, um ihm etwas zuzuflüstern und verschmitzt zu grinsen.
Doch die schwarz gemalten Augen des Mannes ruhten weder auf ihren Brüsten, noch auf dem Bierhumpen vor sich. Er amüsierte sich, doch er war wachsam und hin und wieder ging sein Blick durch den Schankraum. So gern er auch feierte, war er auch vorsichtig. Nichts widerstrebte ihm mehr, als nach dem Treiben des letzten Tages so nah an dem Ort einzukehren, der viel zu nah an ihrem Geheimnis gelegen war. Aber hier draußen war ansonsten nichts und wenn er sich entscheiden konnte, ob er auf dem kühlen Waldboden lag oder sich in einer Taverne von Alkohol wärmen ließ, gewann die Bequemlichkeit gegenüber der Vorsicht. Und dennoch konnte er es nicht ganz ablegen. Er hatte den Tisch nicht zufällig ausgewählt. Von seinem Sitzplatz aus konnte er nicht nur alles gut im Blick behalten, sondern er hatte in seiner Nähe sowohl ein Fenster als auch den Eingang zur Küche mit deren Hintertür. Nichts dergleichen würde er benötigen, da war er sich sicher. Aber es war seinem Instinkt als Dieb geschuldet.

Nimm dein Weib an die Leine, sie hängt mir gleich im Schoß“, wandte sich Lucan mit Spott an den groß gewachsenen Mann ihm gegenüber. Er war so groß, dass man ihn mit einem Avvar verwechseln könnte. Hätte es ihm nicht an Muskeln gefehlt. Groß und dürr und mit einem gewitzten Grinsen, von dem Lucan gelernt hatte, dass hinter diesem Grinsen nur Fadheit steckte. Kein Wunder also, dass seine werte Gattin schon seit ihrem Kennenlernen um Lucans Aufmerksamkeit buhlte und jeder anderen Frau giftige Blicke zugeworfen hatte. Zu schade für sie, dass Lucan daran nur gar nicht interessiert war. Als er sich zuletzt mit Seinesgleichen eingelassen hatte, wäre das fast sein Tod gewesen. Oder zumindest der Tod seines Willens. Davon hatte er fürs Erste genug.
So kam es ihm gelegen, dass ein Ruf zu ihrem Tisch herüberschallte, noch bevor der dürre Riese auch nur eine halbwegs passable Antwort hervorgebracht hatte. Lucans Kopf hob sich, er musterte den Mann, zu dem die Stimme gehörte und schon entdeckten seine Augen die Karten auf dem Tisch. Es kribbelte in seinen Fingern. Wer wäre er denn, ein Spiel abzulehnen?

Er schwang sich von dem Tisch auf und mit einem breiten Grinsen auf den Lippen schlenderte er auf die Spielgruppe in einer anderen Ecke zu. Von der er nicht so einen guten Überblick hätte und auch nicht schnell verschwinden könnte, aber da wogen die Karten sehr viel schwerer. „Hörte ich richtig, da will mir jemand all seine Münzen schenken?
Lucan brauchte nicht erst eine Aufforderung. Er sah bereits den für ihn gedachten Platz, auf dem noch ein Mann hing, der zu tief in sein Glas gesehen hatte und heute Nacht im Stroh verbringen würde, nur ohne eine Dame. „So mein Freund, gute Arbeit beim Bewachen meines Platzes. Ich bin jetzt da, deine Schicht ist vorüber.“ Geschickt schob er seine Hand unter den Arm des Fremden und riss ihn mit einem Ruck auf die Beine.
Das sorgte dafür, dass der Betrunkene noch einmal seinen Kopf hob und sich sträubte. „Isch hörs nisch ouff!“ Lucan lachte, doch der Griff an seinem Arm war fest. Er verfrachtete den taumelnden Mann aus der Schänke und hatte dabei sogar noch Zeit, sich bei der Elfe einen neuen Becher zu bestellen. So nahm er schließlich an dem Tisch Platz und es grenzte schon an Magie, wie schnell sein Becher mit Rum vor ihm stand. Dem verwässerten Bier hatte er abgeschworen. Er schnipste der Elfe eine Münze zu und klopfte auf den Tisch seiner neuen Spielkameraden. „Was ist der Einsatz?
Kurz war Lucan abgelenkt, da er mit dem Stiefel gegen etwas unter dem Tisch gestoßen war. Es hatte ihn veranlasst, einen Blick nach unten zu werfen und fast hätten sich dem Dieb die Nackenhaare gesträubte. Unter dem Tisch lag ein riesiger Berg, der sich bewegte, Fell hatte und scheinbar bemerkt hatte, dass er angesehen wurde. Oh, wie Lucan Hunde hasste. Sie stanken, sie sabberten und wie oft hatten sie ihn schon auf einen Baum gejagt? Dennoch grinste er zwangsweise. „Das ist ja schon ein Kalb unterm Tisch. Wem ist der?
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Natia
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BeitragThema: Re: Prolog - Der Anfang einer Geschichte
So Apr 30, 2017 2:36 pm

Von einem Tag auf den anderen hatte Natia ihre Sachen gepackt (nicht dass es viele waren, sie hatte im Grunde nichts) und nur Wenigen ein 'Ich bin bald zurück' geflüstert.
Wie gern wäre sie länger in der Halle der Helden verweihlt um die Statuen längst vergangenener Paragons zu bewundert. Doch dazu hatte die kleine Zwergin nicht die Zeit. Vielleicht würde sie sich auf dem Rückweg, wenn ihre Aufgabe an der Oberfläche erledigt war, diese Zeit nehmen, denn es würde das letzte Mal sein...
Es war das erste Mal dass Natia das Licht sah und doch blieb auch hier keine Zeit zum Staunen. Mit Zusammengekniffenen Augen setzte sie ihren Weg fort.

Von ein paar Kameraden wusste sie die Richtung die sie nehmen musste, jene die sich schon mal hinaus gewagt hatten, oder es von anderen gehört hatten. Dass sie wohl erstmal überhaupt auf Menschen treffen sollte, alles weitere würde sich schon irgendwie ergeben ...
Der Ort hieß Steinbach den sie ansteuerte. Ein Name der leicht zu merken war, denn Steine und Bäche gab es auch unter der Erde zu Genüge.
Und so dauerte es nicht einmal zwei Stunden bis die Sonne verschwand und eine angenehme Dunkelheit hinterließ und Natia sich zwischen paar wenigen Häusern wieder fand.

Das Einzige in dem noch Licht brannte, musste wohl die Schenke sein.
Ohne groß inne zu halten führte Natias Weg zur Taverne, aus der laute Stimmen und Gelächter drangen. Als sie die Tür öffnete und eintrat wurden die Stimmen kurz leiser und die Köpfe drehten sich nach ihr um, doch nicht lange. Nur ein weiterer Zwerg schienen ein paar der Blicke zu sagen, und schon schwoll der allgemeine Ton wieder an.

Natia selbst stand erstmal unschlüssig vor der Tür, nachdem sie diese wieder schloss, und sah sich um. Das meiste was hier saß waren Menschen. Hier und da ein Zwerg in einer Gruppe, einer davon eindeutig aus der Stadt des Staubes, nach seinem Brandmal im Gesicht zu urteilen. Der andere könnte ein Oberflächenzwerg sein oder auch nicht, das konnte die Zwergin nicht abschätzen.
Die etwas zierlicheren Menschen mit den etwas spitzeren Ohren mussten dann wohl Elfen sein. Nie zuvor sah sie einen. Es kam schon vor dass sich Menschen nach Orzammar oder die Tiefen Wege verirrten, aber Elfen?
Und alle waren so viel größer als sie selbst, doch davon ließ sich die Legionärin nicht einschüchtern.
Doch so richtig durchdacht war ihr Plan nicht. Sie hatte zwar keine Angst, dennoch stand die große Frage im Raum: Was jetzt?

Eine kleine Elfe, die mehrere Krüge am Tablet balancierte, blieb im Vorbeigehen neben Natia stehen.
"Bist du das erste Mal an der Oberfläche?Setzt dich am besten an einen der Tische und ich bring dir was gutes zum Trinken" , meinte sie freundlich bevor sie ihren Weg fortsetzte und die Krüge verteilte.
Anscheinend war Natia nicht die erste Zwergin die unschlüssig zwischen Tür und Angel stand.
Doch dazu war keine Zeit, oder?
Mit einem Schnaufen und weil sie keine andere Möglichkeit sah, begab sie sich in die Mitte des Raumes und fing an etwas lauter zu sprechen.
"Menschen! Zwerge und Elfen! Ich bin Natia, eine Legionärin aus den Tiefen Wegen und ich bin gekommen um euch mit zu teilen, dass die Verderbniss naht!"  Je länger sie sprach, desto mehr Gespräche verstumpten und die Leute sahen sie überrascht an. "Ich habe Dunkle Brut gesehen, die ziellos in den Tiefen Wegen wandert und in letzter Zeit sah ich mehr und mehr Dunkle Brut die sich sammelt und in eine Richtung zieht, ich bin mir sicher ..."

"Nur hör aber auf, Zwerg! Haben die Tiefenlauerer dir das Gehirn ausgesaugt?" , unterbrach sie der Zwerg aus der Stadt des Staubes und fing an zu lachen. Ein Lachen in das der Rest der Gäste schon bald einstimmte.
"So eine Spinnerin." "Zwerge haben doch echt ein Schlag weg"  und anderes war zu hören, doch im allgemeinen ließ man Natia unbeachtet und widmete sich im allgemeinen lieber wieder seinem Krug Alkohol, den Spielen oder dem Sitznachbarn zu.

Perplex stand die Zwergin nun stumm da. Es ist nicht so, dass sie nicht damit gerechnet hatte, aber das nun zu erleben war etwas völlig anderes.
Die Elfin die vorhin sie an der Tür abgefangen hatte, kam nun mit einem Krug warmen Met zu ihr rüber. "Du bist eine tolle Geschichtenerzählerin, aber versuch es mit etwas fröhlichem und lustigen. Das mögen die Leute hier. Geschichten über Abenteuer und Helden."  Damit führte sie Natia an einen freien Tisch und ließ sie mit dem Metkrug alleine. "Der erste geht aufs Haus, ja? Aber wenn du mehr trinkst, musst du zahlen."  Sie blieb immer noch freundlich und verständnisvoll, doch man spürte, dass auch sie Natia nicht ernst nahm.

So war es, dass Natia erstmal alleine blieb und in Gedanken versank. Sie musste eindeutig und sehr dringend ihre Strategie überdenken.


Zuletzt von Natia am So Apr 30, 2017 10:35 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Fiona
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BeitragThema: Re: Prolog - Der Anfang einer Geschichte
So Apr 30, 2017 3:10 pm

Weit zurück gelehnt an die Lehne ihres Stuhls beobachtete Fiona wie Danton, so hieß der schwarzhaarige Mann  mit der Ehefrau soweit sie sich erinnerte, versuchte von einem anderen Tisch Ersatzspieler zu beschaffen. Ihr war es nur ganz recht. Es war zwar schon spät am Abend, aber für ihren Geschmack noch zu früh um schlafen zu gehen und auch empfand sie sich noch als zu nüchtern um Schlaf überhaupt in Erwägung zu ziehen. Fast Augenblicklich nach Dantons auffordernder Einladung erhob sich ein Mann von dem Tisch und auch alle anderen Augen an ihrem Spieltisch richteten ihren Blick auf Lucan. Man winkte ihn näher und als er an den Tisch trat erklärte ihm Danton, „Wir schenken im Moment nur einem unsere Münzen und das ist unser Klingenohr hier.“  „Mein Name ist Amrir.“, erwiderte der Elf mit seiner sanften Stimme und rotierte langsam eine der Spielkarten zwischen drei Fingern. Seine liebenswürdige Art verdeckte geschickt das perfekte Pokerface des Elfens. Für ihn schien es eine Freizeitbeschäftigung zu sein Reisenden das Geld aus der Tasche zu spielen und war in den Jahren ein wahrer Meister geworden.

Hätte Lucan ein paar Momente noch gewartet, dann wäre sein Platz von allein frei geworden. Der Pferdeliebhaber, der vorhin schon gefährlich geschwankt hatte, wäre nämlich seitlich vom Stuhl gekippt und hätte schnarchend von der Prophetin Andraste geträumt. Aber so stolperte er von Lucan geführt durch den Schankraum und hing dabei nicht selten mit seinem vollen Gewicht in dessen Arme. An der Tür kam ihn dann doch der Wirt zu Hilfe und übernahm den Mann. Wahrscheinlich würde er tatsächlich die Nacht draußen in den Ställen bei den Pferden verbringen.   Am Tisch der Spieler ordnete man derweil erneut die Karten und teilte aus, als Lucan sich setze, befand sich vor ihm ein kleiner Haufen der für ihn gedacht war. „Das was eure Geldbeutel noch hergeben.“, erklang die warme Stimme von Amrir und leicht provokant machte er den ersten Einsatz, immerhin hatte er von den Menschen hier am Tisch schon einiges an Geld erhalten. Selbst Fiona musste genauer hinsehen wie viel ihr von ihrem letzten Sold noch übrig war das sie als Einsatz hernehmen konnte. „ Eins sag ich euch, wenn mir das Geld ausgeht, meine Unterhosen setzte ich nicht!“, sagte Danton und setzte sich dichter an den Tisch um seine Karten aufzunehmen. Die kleineren Einsäte fanden ihren Weg in die Mitte des Tisches.

Als Lucan Halvar unter dem Tisch bemerkte, antwortete ihm zuerst der bärtige Steff, der sich bisher eher ruhig verhalten hatte, „Das ist ein Mabari! Die besten Hunde der Welt. Wie hast du es eigentlich geschafft ihn hier rein zukriegen Fiona?“ Dabei wandte er sich an die in einer leichten Lederrüstung gekleideten Frau die mit ihnen an dem Tisch saß. „Der gehört mir.“, gab sie Lucan noch einmal die ganz genaue Antwort auf sein Frage zu wem der Mabari unter dem Tisch gehörte. „Und ich habe nicht gefragt. Zwar sah der Wirt nicht gerade glücklich darüber aus, aber er schien sich nicht getraut zu haben etwas zu sagen.“, sie grinste. Halvar hätte schon selbst mit einem knurren auf die Aufforderung geantwortet, wenn er hätte draußen bleiben sollen.  „Habt ihr Angst vor dem Hund, Bursche? Mir war als seid ihr kurz etwas blass um die Nase geworden.“, kommentierte Danton über den Tisch und hob seinen Humpen Met an die Lippen, um große Züge daraus zu trinken.

In der Zwischenzeit ging die Tür der Taverne erneut auf und ein kleiner Zwerg stand im Rahmen. Merkwürdig war, dass dieser nicht einfach herein kam, sondern wie verloren erst einmal im Raum stand. Bis schließlich die elfische Bedingung sie von dort auflesen wollte, aber das schien den Zwerg nicht sonderlich zu interessieren. Er strakselte zügig in die Mitte des Raumes und hob die Stimme an. Ab da hoben sich einige Köpfe und drehten sich in ihre Richtung. Nur Fiona nicht, sie hatte die Zwergin schon an der Tür ins Auge gefasst und leicht abwesend gemustert. Selbst Halvar regierte und der Boden begann leicht unter seinem leisen Kurren zu vibrieren, so dass es jeder an ihrem Tisch in den Schuhsolen spüren konnte.
„In euren Tiefen Wegen sind doch immer Dunkle Brut!“, rief ein junger Mann aus einer anderen Ecke der Taverne und unterbrach mit ein paar anderen zurufen die Verkündung der Zwering, „ Hast du das erste Mal Dunkle Brut gesehen und glaubst, dass das gleich eine Verderbnis sei?“ Viele in der Taverne lachten, brüllten noch einige Sprüche durch die Gegend und widmeten sich wieder ihren Geschäften und Gesprächen zu. Die Zwergin geriet schnell wieder in Vergessenheit. Doch die Elfe schnappte sich erneut Natia und brachte sie nun endlich an einen weniger auffälligen tisch. Was die beiden beredeten konnte Fiona nicht hören, doch etwas ganz anderes erregte an dieser Zwergin ihre Aufmerksamkeit. Sie wollte das es ihr egal war, doch automatisch setzten Gedanken ein, dass diese Zwergin besser nichts hier zu suchen hatte. Schnell griff die Kriegerin nach ihrem Krug und leerte diesen mit schnellen Zügen auf einmal.
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Lucan
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BeitragThema: Re: Prolog - Der Anfang einer Geschichte
So Apr 30, 2017 4:18 pm

Lucan betrachtete sich seine Mitspieler, musterte zuerst ihre Gesichter und dann die Geldhaufen – oder Häufchen –, die noch vor ihnen auf dem Tisch lagen. Oder gerade in einen Beutel verschwanden, wie bei dem Elfen am Tisch. „Ein spielender Elf, na wenn das mal nichts ist. Aber mit so viel Geld kann ich Euch hier nicht rausgehen lassen“, amüsierte sich Lucan. Er störte sich nicht daran, mit einem Klingenohr zu spielen. Manchmal fühlte er sich mit den Elfen immerhin mehr verbunden als mit seiner eigenen Rasse. Beide gehörten sie nie wirklich dazu, nur dass der Elf es nicht verstecken konnte.
Ich werde nur etwas für den Einstieg brauchen“, versprach er selbstsicher. Er griff in die Tasche seines Mantels, kramte kurz und zog schließlich ein paar Münzen hervor. Seit er Orzammar verlassen hatte, hatte er wieder mehr Geld in der Tasche und musste sich fürs Erste keine Gedanken darum machen, wie er sein Leben finanzierte. Das Gewicht des Geldes war ein angenehm beruhigendes Gefühl, sodass es ihn sofort dazu verleitete, sich auf ein Spiel einzulassen.

Nur noch hatte er nicht gesetzt, denn der Hund hatte ihn tatsächlich ein wenig abgelenkt. „Hätte der Wirt den Mund aufgemacht, hätte der Freund hier einmal zugeschnappt und dann hätte es sich ausgewirtet.“ Davon war er überzeugt. Also diese Zähne wollte er nicht aus der Nähe kennenlernen. Er blickte kurz zu der Frau, dem das Tier gehörte und er nickte anerkennend. Es war ihr anzusehen, dass sie keine feine Dame, sondern eine Söldnerin war. „Passt zu Euch. Da hat kein Mann eine Chance, was?
Er schob nun zwei Münzen in die Mitte des Tisches und griff nach seinen Karten, um endlich das Spiel zu beginnen. Und davon abzulenken, dass ihm der Hund tatsächlich nicht ganz geheuer war. Was er aber nur mit einem Schmunzeln quittierte. „Was ist schon Angst? Mich stört der fehlende Freigeist bei Hunden. Und an Eurem werde ich gleich auch zweifeln, wenn Ihr auch in der nächsten Runde genauso viel setzt wie der Elf neben euch.“ Danton fühlte sich scheinbar ertappt, aber das kümmerte Lucan nicht, sondern er spielte nun sein erstes Blatt.

Ob er damit Erfolg gehabt hätte, sollte er allerdings nicht so schnell herausfinden. Denn da erlangte eine Zwergin seine Aufmerksamkeit. Er setzte seinen Tonbecher an seine Lippen und trank einen großen Schluck des Rums. An dem er sich auch fast verschluckt hätte, als er hörte, was die Zwergin da ausrief. Er gab sich nicht einmal die Mühe, sich zurückzuhalten. Er begann schallend zu lachen, laut genug, um die Aufmerksamkeit von so Manchem auf sich zu ziehen. „Habe gehört, frische Luft soll schädlich sein. Hätte nie gedacht, einen Beweis dafür zu sehen“, rief er ihr zu und schlug vor Lachen auf den Tisch. „Geh zu ein paar Wächtern. Die freuen sich über ein neues Brut-Märchen.
Lachend schüttelte er den Kopf und sah wieder in seine Karten. „Nicht zu fassen, diese Zwerge.. Hey, habt Ihr da gerade eine Karte weggenommen?“, schweifte Lucan auch direkt wieder zu dem Spiel ab, betrachtete skeptisch die liegenden Karten und sah empört, aber noch amüsiert zu Danton. "Bei dem Trubel... Konnte man es doch versuchen, bevor das Klingenohr mich ganz ausnimmt!" Lucan forderte mit dem Winken seiner Hand die Karte zurück und sie verbesserte sofort sein Blatt. Damit war die Zwergin für ihn wieder vergessen und nichts weiter mehr als ein Witz des Abends. Stattdessen blickte er zu Fiona, die gerade mit einem Schluck ihren Metkrug leerte. Er hob eine Augenbraue. "Euer Zug?"
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Natia
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BeitragThema: Re: Prolog - Der Anfang einer Geschichte
So Apr 30, 2017 4:45 pm

Natia hat in ihrem vergleichsweise jungen Leben wahrscheinlich mehr Dunkle Brut gesehen und getötet, als die meisten Anwesenden zusammen, doch das behielt sie für sich. Sie musste mit den Taten nicht angeben. Es war ihre Pflicht die Dunkle Brut in Schach zu halten, damit die Zwerge in Orzammar und auch die Menschen hier an der Oberfläche ihr Leben in Ruhe genießen konnten.

Natia hatte ganz vergessen wie es ist sorglos sein Leben zu leben ohne jeden Tag gegen die Dunkle Brut kämpfen zu müssen. Ohne fast jede Woche einen Kameraden zu verlieren. Sie konnte es sich nicht einmal mehr vorstellen was es für ein Gefühl war.

Der warme Met schmeckt gut und lies sie ein wenig zur Ruhe kommen, nachdem sie ein paar Schlücke davon genommen hatte. Es war ein ganz anderes Gefühl hier alleine zu sitzen und Met zu trinken, umgeben von Fremden, als in den Tiefen Wegen an einem heißen Lavafluss umgeben von ihren mittoten Kameraden.

Gedankenverloren kratzte sich die Zwergin am linken Handgelenk. Ihre Kleidung verbarg im Moment gut die Spuren Verdärbtheit, doch nur weil die anderen es nicht sahen, hieß es nicht, dass Natia sie nicht spürte.

Sie hob den Kopf und blickte sich um. Was sollte sie jetzt machen? Da vorne saßen ein paar Männer und Frauen und spielten Karten. Derjenige der vorhin so gelacht, hatte etwas gesagt gehabt. Geh zu den Wächtern!
Ja, darüber hatte sie auch schon nachgedacht, aber wo fand man sie? Vielleicht wusste es dieser Herr, der so flink mit den Karten hantierte.

Natia nahm ihren Krug fest in die Hand und nahm erstmal ein paar große Schlücke, so dass nun mehr die Hälfte noch drin war. Mit ein paar selbstbewussten Schritten war sie am Tisch an dem ein paar Menschen mit einem Elfen Karten spielten und sah den Mann der vorhin was von Grauen Wächtern rief mit festen Blick an.

"Wo finde ich die Grauen Wächter?", wollte sie ohne Umschweife wissen. Alles andere interessierte sie im Moment nicht. Sie sprach nicht laut, aber direkt und fordernd.
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Fiona
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BeitragThema: Re: Prolog - Der Anfang einer Geschichte
So Apr 30, 2017 9:42 pm

Fiona stieg nicht in das allgemeine Gelächter über die Zwergin und ihrer unheilvollen Prophezeiung ein, sie versiegelte ihren Mund mit Met und als sie den verwunderten Blick des Mannes auffing der neu in ihre Runde eingestiegen war, knallte der Krug etwas zu geräuschvoll auf den Tisch. „Was?!“, knurrte sie. Durfte man hier noch nicht einmal seinen Met ungestört trinken? Ihr Blick fiel in die Runde und merkte, dass sie anscheinend dran sein musste? Sie schnippte eine Karte in die Mitte. Ob diese nun gut oder schlecht war, war ihr dabei gleichgültig. Ein Händchen für Spiele hatte sie nicht und ihr reichte die Beschäftigung daraus. Wahrscheinlich war das eine effektive Geldverschwendung, aber so lange der Met floss sollte ihr das egal sein.
Fiona wurmte es immer noch das Lucan Halvar fehlendes Feingefühl zuschrieb. Was wusste er schon. Dieses Tier war wertvoller als der ganze Haufen hier am Tisch zusammen. Sie wussten es halt nur nicht besser. Die Kriegerin pfiff einmal nach der bedienenden Elfe und schwenkte ihren leeren Met Krug in der Luft um zu signalisieren, dass sie einen neuen wollte. Ihren Frust und ihren Ärger wollte sie ertränken, ebenso der Gewissheit das diese Zwergin hier war.

Aber der Erbauer meinte es nicht gut mit ihr. Gerade als sie sich wieder auf das Spiel zu konzentrieren versuchte und auf die Gespräche die über den Tisch wechselten, stand diese Zwergin mit dem nahenden Ende der Welt Gebrabbel an ihrem Tisch. Genauer vor Lucan und fragte allen Ernstes nach Grauen Wächtern! Bevor noch jemand anderes Antworten konnte, halten die Worte der Kriegerin deutlich vernehmbar und wenig freundlich durch die Luft, „Jedenfalls nicht an diesem Tisch.“, braune Augen funkelten die Zwergen wahrlich unerfreut an, „Verschwindet besser.“, setzte sie nach, in der Hoffnung diese Worte würden irgendetwas bezwecken. Doch das gleiche hätte sie wohl auch zu einem Stein sagen können, das Ergebnis würde das gleiche sein. Zum Glück kam ihr der Elf Amrir unbewusst zur Hilfe, „Du bist doch eine Zwergin. Kommen die Wächter nicht gelegentlich nach Ozammar? Warum wartest du nicht dort auf sie?“, fragte er gutmütig.
Für Fiona hatte diese Zwergin wirklich zu viel frische Luft geschnappt. Bevor sie aber noch etwas Falsches sagen konnte, ergriff sie ihren neuen Humpen Met den ihr von der Elfe herbei getragen wurde.
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Lucan
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BeitragThema: Re: Prolog - Der Anfang einer Geschichte
So Apr 30, 2017 10:05 pm

Die Zwergin, die in Mitten des heiteren Treibens einer Schenke plötzlich von Verderbnis sprach und dafür Gelächter erntete, hatte Lucan längst wieder vergessen. Der Witz mit ihr war kurzweilig gewesen, aber mehr fesselten ihn die Karten. Denn wie er es vorhergesagt hatte, gewann er sogleich das erste Spiel. Was nicht sonderlich schwierig gewesen war, nachdem er festgestellt hatte, dass die Söldnerin sowieso nur halbherzig spielte und Danton ein besserer Trunkenbold für amüsante Geschichten war, aber zum Falschspiel einfach nicht taugte. Zumindest nicht mit einem Mann am Tisch, der alle Tricks kannte. Als er Danton einmal durchschaut hatte, war es ein leichtes, ihn auszuspielen. Wirklich gut war tatsächlich nur der Elf, doch auch ihm nahm er die erste Runde sein Geld ab, ohne selbst auch nur ans Falschspiel denken zu müssen. Die Karten liebten ihm, das war kein Geheimnis.

Lucan zog das Geld an sich heran und griff die Karten, um sie mit flinken Fingern zu vermischen. Wäre da nicht plötzlich aus heiterem Himmel eine kleine Gestalt hinter ihm am Rande seines Blickfelds aufgetaucht, die ihn anstarrte und dann auch noch sprach. Ihr unerwartetes Erscheinen genügte, dass ihm die Karten beim Mischen aus der Hand rutschten und sich auf dem Tisch verteilten. „Verdammt noch eins… Wisst Ihr, wie gruselig es ist, wenn Ihr wie aus dem Nichts hier steht und so daher redet?“ Er machte mit seinen Fingern eine vielsagende Geste an seinem Gesicht, die ein paar der Gesichtstätowierungen der Zwergin imitierten. „Und dieses Zeug macht es nicht besser.
Eigentlich hätte er sich gern weiter über sie lustig gemacht, ein paar Witze über ihren Auftritt, ihre Panik vor der Verderbnis und ihre Tätowieruen wären ihm mit Leichtigkeit noch eingefallen und hätte für die gesamte Runde noch etwas Unterhaltung gebracht. Doch das unterband die Söldnerin mit ihren harschen Worten. Mit einem amüsierten Grinsen auf den Lippen sammelte Lucan die Karten wieder ein und begann erneut zu mischen. „Fällt Euch in Orzammar die Decke auf den Kopf, oder was? Was weiß denn ich, wo sich ein Wächter herumtreibt. Versucht es doch mal in den Tiefen Wegen. Hier...“ Er tauschte die Becher zwischen ihnen, drückte ihr seinen Becher mit Rum in die Hand und stellte den ihren vor sich auf dem Tisch ab. "Versucht es mal mit was Stärkerem. Das macht den Kopf klar."
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Natia
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BeitragThema: Re: Prolog - Der Anfang einer Geschichte
So Apr 30, 2017 10:28 pm

Die ersten Worte die am Tisch erklangen, während der angesprochene Herr die Karten verlor, waren die einer Frau, doch diese ignorierte Natia. Ihr war schon klar, dass Wächter nicht am Tisch waren, oder auch nicht. Sie wusste gar nicht, wie diese Grauen Wächter wohl aussahen. Oder doch, war da nicht irgendein Tier auf ihren Wappen? Ein Vogel? Irgendwas Geflügeltes!
Und keiner an diesem Tisch hatte ein geflügeltes Wappen, zumindest kein sichtbares.

Was hatten sie gerade alle in Orzammar?
"Ich kann nicht einfach in Orzammar sitzen und Däumchen drehen, bis einer der Grauen Wächter vielleicht vorbei kommt." Natia betonte die Worte nicht abfällig, sie klang dabei sogar recht freundlich, als sie dem Elfen antwortete.
"Meine Zeit ist begrenzt und ich kenne die Tiefen Wege, dort gab es in letzter Zeit ebenfalls keine Wächter. Zumindest keine lebendigen." Das war nun wieder an den jungen Mann gerichtet. Als er ihren Krug umtauschte, sah sie ihn mit einer hochgezogenen Augenbraue verwundert an.
Wieso nur waren sich diese Leute der Gefahr so überhaupt nicht bewusst?
"Es mag sein, dass die Gefahr nicht unmittelbar ist, aber dennoch muss ich bald mit einem Wächter oder dem Menschenkönig persönlich reden."

Natia war wirklich überfordert mit der Situation. "Reist vielleicht einer von euch demnächst in eine Richtung, in der es wahrscheinlich ist auf Graue Wächter zu treffen?" Die Frage galt allen an dem Tisch, also sah sie jeden einzelnen nacheinander an, auch die Frau die eine so offensichtliche Abneigung gegen sie hatte.

Sie hatte noch kein Schluck von ihrem 'neuen' Getränk genommen, erstmal wollte sie Klarheit haben wie es nun weiterging. Denn so einfach wie sie es gern hätte, würde die Sache nicht voran gehen.
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BeitragThema: Re: Prolog - Der Anfang einer Geschichte
Mo Mai 01, 2017 11:11 am

Ihre Aufforderung, dass die Zwergin verschwinden sollte zeigte, wie erwartetet, nicht die gewünschte Wirkung. Verbissen lag Fionas düsterer Blick auf der kleinen Gestalt vor dem Tisch und stellte sie vor die Frage was jetzt zu tun war. Für sie war die Frage eigentlich absolut leicht zu beantworten, die Zwergin von hier weg schaffen bevor noch ein unaufhaltbares Unglück passierte. Nur wie sollte sie das anstellen ohne gleich ein großes Fass aufzumachen?
Wesentlich besonnener reagierte der Kerl mit den schwarz umrandeten Augen, auch wenn er die Karten über den ganzen Tisch verteilte, als er erschrocken zusammen führ als die Zwergin ihn so unerwartet ansprach. Wie alle am Tisch hörten sie notgedrungen der Zwergin zu, die jetzt völlig wahnwitzige Vorstellungen hatte. Nach den Wächtern die sie unbedingt suchen musste, kam jetzt auch noch der König von Ferelden persönlich hinzu. Das sorgte für erneuten Spott am Tisch. Ihr habt ja eine blühende Fantasy, Zwergin.“, raunte Danton, „Den König sprechen zu wollen! Ich würde sagen, ihr macht euch umgehend auf den Weg nach Denerim wenn es so wichtig ist das ihr es Zuhause nicht mehr aushaltet.“ Wahrscheinlich war Fiona die einzige am Tisch die verstand, wieso der Zwergin nicht mehr viel Zeit blieb. Sie hatte ein tragisches Schicksal zu erwarten, doch nicht jeden konnte man retten. Fiona seufzte schwer, es war ein Fehler gewesen so nah an Ozammar zu bleiben.

Als sie den fragenden Blick der Zwergin auffing sagte sie, „Hier in Ferelden gelten die Wächter doch als eine heldenhafte Legende. Ich bezweifle das ihr so schnell einen finden werden. Möge der Erbauer euch jedoch auf eurem Weg leiten.“ Dann Griff sie erneut nach ihrem Krug und während die einige Schlucke trank, stieß sie unter dem Tisch, ohne das es jemand merkte, Halvar an. Dieser reagierte prompt und stand mit einem Ruck auf. Dabei hob er ruckartig den Tisch an und brachte alles darauf gefährlich zum wanken und zum Umkippen. Auch Lucans ausgetauschter Becher fiel um und verteilte den warmen Met über den Tisch. Sofort fluchten die Männer am Tisch über diese Sauerei, doch Halvar schüttelte sich unbeeindruckt davon und brachte erneut den Tisch zum Beben. Sie wusste Lucan nicht richtig einzuschätzen, aber wenn er vorgehabt hätte diesen Met anstelle seines Rums zu trinken, so war ihm jetzt die Möglichkeit genommen. Etwas das Fiona nicht bedauerte.
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Lucan
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BeitragThema: Re: Prolog - Der Anfang einer Geschichte
Mo Mai 01, 2017 12:20 pm

Oh quatscht nicht, von wegen Denerim. Der König wird ganz wild darauf sein, die Dame zu treffen. Der wird viele Pferde schänden, um sofort hier mit Euch reden zu können. Wartet, ich sende ihm nur schnell einen Raben. Dann macht er sich sicher sofort auf dem Weg.“ Lucan schüttelte den Kopf vor Amüsement. Diese Zwergin war die beste Unterhaltung des Abends, dabei hatte er sie zwischenzeitlich schon wieder vergessen. Jetzt stellte er sich vor, wie sie in einem Kreis von Gauklern ihr Geld mit der Nummer verdienen könnte. „Netter Trick. Mit dieser Rolle könntet Ihr berühmt werden. Sammelt mit der Nummer noch mehr Geld und ich bringe Euch zum König. Ein Zeichen meiner Anerkennung. “ Voller Belustigung schob er ihr ein paar Münzen seines Gewinns zu. „Und jetzt zieht ab. Sucht Eure Wächter allein.
Der Dieb setzte an, nach seinem neu ertauschten Becher zu greifen, aber bevor er ihn auch nur zwischen die Finger bekam, stieß dieser kalbartige Hund plötzlich gegen den Tisch. Die Gläser klirrten, der Met floss über das Holz und tränkte Karten und Geld, bis alles feucht und klebrig war. „Was für ein Dreck… Was stimmt denn nur mit dem Kalb nicht?“, fluchte Lucan und sprang schwungvoll von seinem Stuhl auf, als der Met über die Tischkante ran und drohte, seine Hose zu erwischen.

Missbilligend drehte er den Kopf, um nach der Bedienung zu rufen. „Hey, kommt her und kümmert euch um die Sau-“ Er brach ab. Denn als er sich nach der Elfe umgesehen hatte, war sein Blick auf den Tisch gefallen, an dem er zuvor mit seinen diebischen Geschäftspartnern gesessen hatte. Der Tisch war verwaist. „Fasta vass!“, fluchte er in der Sprache des Reichs, eine Angewohnheit im Zorn, die ihm schon so manch Problem bereitet hatte.
Er blickte sich um, doch im Schankraum war keine Spur mehr von seinen Begleitern zu sehen. Sie waren verschwunden. Sie hatten es ausgenutzt, dass Lucan bei dem Spiel sowohl die Tür als auch ihren Tisch im Rücken gehabt hatte. Leichtsinnig und das nur weil er ein paar Karten gesehen hatte!
In Lucans Brust schwoll der Zorn. Er drehte sich zu dem Tisch und sammelte eilig sein gewonnenes Geld aus dem Met. „Na wieso habt Ihr es denn so eilig, mein Freund?“, fragte Danton, der sich sein Geld zurückverdienen wollte. Natürlich war es nicht die feine Art, nach einem so kurzem Spiel auszusteigen, vor allem wenn man es auch noch gewonnen hatte. Aber darauf konnte er nun keine Rücksicht nehmen. Er überspielte es mit einem Grinsen und winkte locker ab. „Ich muss ein paar Ratten finden. Wir spielen wieder, wenn Ihr besser tricksen könnt.“ Er zwinkerte ihm zu, bevor er aber auch schon herumfuhr und sich aus der Taverne begab.
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BeitragThema: Re: Prolog - Der Anfang einer Geschichte
Mo Mai 01, 2017 2:27 pm

"Denerim!?" Fragend und Ausrufend zugleich. Ja, das würde ihr nächstes Ziel sein! Doch anscheinend reiste niemand von den Menschen oder Zwergen dämnächst in die Richtung dieser Stadt, die nur leise eine ferne Erinnerung in Natia weckte. Es war zumindest ein Ort von dem sie schon mal gehört hatte, als sie noch lebte.
Aber das wars auch schon an Wissen, was sie zu ihren Lebzeiten über Menschenstädte hatte.

Die Worte der Frau klangen nun gar nicht so unfreundlich wie zuvor. Allerdings entmutigte es Natia ein klein wenig zu hören, dass in Ferelden die Wächter nur mehr eine Legende waren, wie die fernen Paragons die seit Jahrtausenden schon ein Teil des Steins waren. Allerdings brauchten die Menschen diese Legende, denn Natia vermutete stark dass der Erzdämon der ihrer Meinung nach von der Dunklen Brut gefunden wurde, oder gerade gefunden wird, nicht weit von Ferelden lag und dieser Menschenort sein Ziel war. Und die Legion der Toten konnte zwar millionen Dunkler Brut erledigen, doch sie hatte noch nie davon gehört dass einer der Zwerge einen Erzdämon vernichtet hätte. Das war etwas, was die Grauen Wächter taten ...
Obwohl es für die Zwerge fast besser wäre, wenn die Verderbniss an der Oberfläche wüten würde, denn in den alten Geschichten und Briefen die sie fand hieß es, dass es zur Zeiten als die Menschen von einer Verderbniss sprachen, es in den tiefen Wegen ruhiger wurde...
Doch ... trotzdem ...  "Dann muss die Legende wieder zum Leben erwachen.", erklärte sie ruhig.

Die Witze und der Spott des Herren wurden weiterhin gekonnt ausgeblendet. Und auch die paar Münzen die er ihr auf den Tisch warf. Obwohl diese vielleicht tatsächlich nützlich hätten sein können, doch was wusste Natia schon von Geld und ähnlichem?

Plötzlich hob sich der Tisch an und begann zu wackeln und alles auf diesem durcheinander zu werfen. Natia trat überrascht einen Schritt zurück und erkannt unter dem Tisch nun eine riesige Bestie. War das ein Hund? Auch in Orzammar gab es Hunde, aber nicht sowas! Und im Moment konnte sie sich auch keinen Reim auf dieses Ungetüm machen, doch das es hier drin war, musste bedeuten dass es zu jemaden gehörte. Allerdings konnte Natia nicht sagen zu wem er gehört. Vielleicht zu dem Mann mit den dunkel umrandeten Augen?
Nun, wenn dann nicht freiwillig so wie er davon sprach.
Leider war nun ihr Met dafür auf dem Boden verteilt...

Gerade wollte die Zwergin ihm seinen Becher zurück geben, als er plötzlich began hastig seine Sachen zu packen und davon stürmte.
Sie bemerkte seinen hastigen, suchenden Blick, doch kümmerte es sie nicht weiter. Er hatte deutlich zu verstehen gegeben, dass ihr den Weg nicht zeigen würde.

Eigentlich kümmerte sie keiner an diesem Tisch mehr so wirklich, denn hier konnte sie ihrer Auffassung nach sowieso nicht damit rechnen einen Reisepartner zu finden. Vielleicht hatte die Schankmaid oder der Wirt einen Tipp für sie.
Doch noch sah Natia etwas unschlüssig dem eilig davon hastenden Herren hinterher, immer noch mit dem getauschten Becher Rum in der Hand.
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BeitragThema: Re: Prolog - Der Anfang einer Geschichte
Di Mai 02, 2017 10:49 pm

Einige Barden und Geschichtenerzähler in den Tavernen, manchmal auch der einfache Söldner, hatten interessantere Geschichten zu berichten. Das Gefasel der Zwergin fing an sich auf einen bestimmten Punkt störrisch zu fixieren und bei jemanden der davon nicht überzeugt war was sie sagte, wirkte dies äußert nervig. Besonders da man Natia nicht kannte. Sie wirkte wie eine durchgeknallte Unbekannte, die Märchengeschichten erzählte. Wo waren ihre Beweise? Eine Verderbnis. Graue Wächter. Der König! Hatte sie sich eigentlich auch Mal ihre eigenen Worte selbst angehört? Im geheimen hoffte das Lucan es schaffte die Zwergin mit seiner Bezahlung und seinen spöttischen Worten entmutigen könnte und das sie ihr Vorhaben für eine Weile aufgab. Zum Glück, oder viel mehr mit der absichtlich herbeigeführten Ablenkung von Halvar sorgte erstmal dafür das man die Zwergin für einen kurzen Moment vergaß.

Doch wie war das? Kalb? Böse funkelte die Söldnerin Lucan an, „Passt auf was ihr sagt, bemalter Fennek.“ Monster, kleiner Bär, Bestie. All so was hatte sie schon über Halvar gehört und das waren alles Gute Namen oder Bezeichnungen. Auch wenn sie weniger schön klangen, aber sie drückten so etwas wie Stärke  aus. Aber, Kalb?! Das glich schon einer Beleidigung. „Ihr regt euch ja über eine nasse Hose wie ein Frauenzimmer auf.“, setzte sie außerdem noch stichelnd und grinsend hinten dran. Wer störte sich schon an Met auf der Hose? Als er dann hastig anfing sein Geld aus dem Met zu fischen, sah ihm Fiona dabei zu und nahm einen Schluck aus ihrem fast leeren Krug. Diesen Rest konnte sie noch retten als Halvar alles auf dem Tisch zum Umfallen gebracht hatte. Sie schaute auf den leeren Tisch hinter ihnen. Waren da nicht vorhin noch Leute gesessen? Scheinbar schon, denn Lucan wollte diesen Ratten rasch hinterher. Sein Aufbruch war eigentlich eine gute Gelegenheit. Ihr Kopf drehte sich zu der Zwergin, die unschlüssig in der Gegend herum stand.

Ohne weiter auf den Mann zu achten der aus der Taverne rauschte, überwand Fiona mit großen Schritten die Distanz zwischen sich und der Zwergin. Vor dieser baute sich die Frau ziemlich auf und ein äußerst strenger Blick fiel auf die kleine Gestalt. Wusste sie eigentlich wie verantwortungslos sie war? „Ihr begleitet mich jetzt.“, sagte Fiona, ohne dass sie zu Scherzen aufgelegt war. Damit es unmissverständlich war, packte die Söldnerin die Zwergin und schleifte sie an ihrer Seite zur Tür. Dabei hatte sie auch noch Hilfe, denn Halvar, der Mabari der unter dem Tisch hervor kam und seiner Gefährtin folgte – und diesen dabei noch einmal um ein gutes Stück verrückte – schloss zu ihnen auf und flankierte die Zwergin von der anderen Seite. Natia war somit praktisch in die Mitte genommen, auf der einen Seite von einer Menschenfrau die halb zweimal größer war als sie und auf der anderen Seite von einem bärengleichen Hund, der ihr mit Leichtigkeit ins Gesicht sehen konnte ohne sich dafür großartig aufrichten zu müssen.
So schleifte Fiona die Zwergin aus der Taverne und ein gutes Stück davon weg. Erst da ließ sie diese los, packte aber sofort danach Natias Handgelenk und schob ihren Ärmel hoch. Sie suchte nach verräterischen Dunklen Stellen die sie als Beweis nutzen konnte. „Wenn ihr nicht wollt das ihr andere ansteckt.“, sie ließ die Zwergin nun endgültig los, aber ihr strenger Blick änderte sich nicht, „ Solltet ihr die Gesellschaft anderer meiden. Beim Erbauer, ihr solltet beten die Elfin nicht schon infiziert zu haben.“ Fiona konnte keinerlei Verständnis für den Zwerg vor sich aufbringen. Sie lebten doch praktisch mit der Dunklen Brut neben an. So eine Ignoranz war fast nicht zu glauben.
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Lucan
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BeitragThema: Re: Prolog - Der Anfang einer Geschichte
Di Mai 02, 2017 11:34 pm

Viel Zeit für eine große Diskussion über Verderbnis, Verantwortungslosigkeit und verlorene Elfen blieb den beiden Frauen jedoch nicht. Denn unglücklicher Weise hatten sie sich südlich die Straße hinab gewandt, genau wie Lucan. Und während die Söldnerin auf die Zwergin einredete, stand Lucan nur um die Hausecke herum und war in sein eigenes Problem hineingelaufen. Nicht seine Geschäftspartner, nein, das wäre zu einfach gewesen. Es hatte sich herausgestellt, dass ihr Verschwinden scheinbar schon länger geplant und sehr gut inszeniert gewesen war. Lucan hatte ihnen dabei perfekt in die Karten gespielt – und zwar wortwörtlich.
Sie waren weg und als Lucan sich aufmachte, erlebte er eine unangenehme Überraschung. Er war ein ganzes Stück von der Taverne weg gegangen, war um eine Hausecke gebogen und hatte dann eigentlich irgendwo ein Pferd stehlen wollen, um diesen linken Ratten zuvor zukommen. Daraus sollte nur nichts werden. Denn gerade um die Hausecke gebogen, kamen ihm vier wütend aussehende Zwerge entgegen. Als der erste ihn erblickte, schrie er sofort erbost: „Da ist der Kerl, Durak! Der dreckige Dieb!“ Was auch immer davor für Worte gefallen waren, das Wort Dieb kannte Lucan in so ziemlich jeder Sprache und so wie diese Gruppe aussah, meinten sie damit auch genau ihn. Lag ja auch auf der Hand, denn den Händlerzwerg namens Durak kannte er schließlich persönlich, allerdings aus positiven und rechtmäßigen Geschäften.
Jetzt sah es allerdings nicht so aus, als würde es irgendwie ein guter Handel werden. Zwei Äxte, eine Armbrust und irgendetwas, was er eindeutig nicht als irgendetwas bekanntes identifizieren konnte, aber was garantiert trotzdem verdammt weh tun würde. Diesen Ärger konnte der Dieb gerade nicht gebrauchen und es sträubten sich ihm die Nackenhaare, als Durak auch schon wütend „Lucan, bleib stehen, du verfluchter Hund!“ brüllte. Sofort hob Lucan abwehrend die Hände, setzte eine verwirrte und erschrockene Miene auf und ging langsam Schritt für Schritt zurück. „Was geht hier vor, mein Freund? Nehmt doch erst einmal die Waffe runter, bevor Ihr noch jemanden damit verletzt und dann können wir reden… Ich bin doch nur ein einfacher Händler!“ Dabei war er soweit rückwärts gegangen, dass er die Hausecke erreicht hatte. Er bog eilig um die Ecke, ohne sich erst umzusehen und stieß geradewegs mit den beiden Frauen aus der Taverne zusammen. Die vier Zwerge setzten ihnen sofort nach und zogen natürlich sofort den falschen Schluss, als sie noch mehr Gestalten in der Nacht herumlauern sahen, ohne sie richtig zu erkennen. "Er hat Komplizen!"
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BeitragThema: Re: Prolog - Der Anfang einer Geschichte
Di Mai 02, 2017 11:54 pm

Überrascht von den Worten der Menschenfrau, sah Natia sie mit großen Augen an. Nickend stellte sie ihren Krug hin und ließ sich wiederstands los von ihr mitführen. Und auch von dem Mabari, der so plötzlich an ihrer Seite auftauchte und tatsächlich gut so groß war wie sie selbst. Fasziniert betratete Natia den Hund und legte ihre Hand auf seinen Rücken und war verwundert über die starken Muskeln die sie bei jedem einzelnen Schritt spüren konnte.
"Ein schöner Hund... ", kommentierte Natia und meinte damit vor allem wie kräftig und kampferprobt er wirkte. Aber es könnte auch anders zu verstehen sein.

Als sie draußen waren, war Natia zu überrascht von dem was die Fremde tat und eigentlich sah sie auch keinen Sinn darin es zu verweigern. Sie schien genau zu wissen wonach sie suchte!
Die Menschenfrau musste auch nicht lange suchen um die verräterischen Spuren der Verderbtheit zu finden. Feine, schwarze Linien durchzogen Natias Innengelenke und zogen dran sich langsam über den ganzen Arm auszubreiten.

Natia betrachtete nachdenklich ihre Handgelenke. "In den tiefen Wegen ist der Tod allgegenwertig. Es tut mir Leid, ich habe nicht nachgedacht und vergessen.

Sie schob ihre Ärmel wieder runter. "Ja, das hoffe ich ebenso... Ich werde von nun an besser acht geben." Aber wie sollte sie das? Eigentlich waren sie doch eh schon alle verdammt, oder?

Viel Zeit zum Überlegen oder weiter reden blieb nicht, denn plötzlich wurde es laut, die Straße hinab und um die Kurve. Eine männliche Stimme kam Natia dabei sehr bekannt vor, kein Wunder wenn sie diese doch noch vor wenigen Augenblicken in der Taverne gehört hatte.
Und schon stolperte eben jener Kartenspieler um die Ecke und ihm vier Zwerge hinterher.

So viel wie Natia aus den Worten vorher und nun herraus hören konnte, hielt man sie für gemeinsame Komplizen und Diebe.
Natia wusste allerdings sehr gut, dass sie keine Diebin war und auch nicht mit irgendwem unter einer Decke steckte, also sah sie die Zwerge mit festen Blick an und sprach:
"Ich bin Natia, eine Späher der Legion. Ich bin niemandes Komplizin." Ihr Blick verfinsterte sich und auch ihr Ton war kein freundlicher. Sie erwähnte nicht was es für eine Legion war, aber sie vertraute darauf, dass die Zwerge wussten worauf sie sich einließen.

Allerdings hoffte Natia, dass es nicht zu einem Kampf kommen würde. Wie sollte sie gegen ihre eigenen Brüder und Schwestern kämpfen, wo sie doch geschworen hatte sie zu schützen?
Atrast vala., begrüßte sie die Zwerge erstmal höflich. "Für was für ein Vergehen wird dieser Mensch beschuldigt?"

Ihr war es eigentlich egal was mit dem Menschen war und es ist fraglich ob sie sich eingemischt hätte, wenn sie nicht mitverdächtige wäre. Doch sie musste die Situation klären um dann ihre Neugier sanft zu stimmen, weshalb die Menschenfrau dieses Wissen hatte. Vielleicht konnte sie ihr noch mehr helfen...
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BeitragThema: Re: Prolog - Der Anfang einer Geschichte
Mi Mai 03, 2017 1:39 am

Mit einem Seitenblick sah Fiona was die Zwergin mit Halvar vorhatte. „Wenn ihr keine Hand verlieren wollt, nehmt sie da besser Weg. Halvar ist kein Haustier, noch ist er ein gewöhnlicher Hund.“, meinte die Söldnerin warnend. Zusätzlich zu dem grollenden Knurren was von dem Mabari kam. Aus welchem Loch war dieser Zwerg nur an die Oberfläche gekommen? Würde sie die Hand nicht bald schnell wegnehmen, so könnte ein kleineres Unglück geschehen und Fiona würde nicht sagen können ob es daran lag das Natia ihn gestreichelt hatte, oder ob es an der Verderbtheit lag die Halvar nicht zu dicht bei sich haben wollte. Den Instinkt des Mabari stellte Fiona nämlich überhaupt nicht in Frage.

Nachdem die Zwergin außerdem als an der Verderbnis Infizierte enttarnt war, zeigte diese sich auch nicht besonders überrascht. Also wusste sie dass sie krank war! Und dann so was… Fiona war fassungslos. Wenn sie an die große Rede in der Taverne dachte machte es sie sogar wütend. Sie hätte es besser wissen müssen. Daher zeigte sich keinerlei Erbarmen im Gesicht der Söldnerin und auch Halvar, an der Seite seiner Besitzerin zeigte keinerlei offene Sympathie. Die Ohren aufgestellt und die Beine wie Säulen fest am Boden stehend. Ein reiner Muskelberg bei dem man nicht wollte dass eine Biene ihn in die Seite piekte. „Dann hättet ihr dort bleiben und nicht die Krankheit an die Oberfläche tragen sollen.“, meinte die Kriegerin und verschränkte missbilligend die Arme vor der Brust. Der Blick ihrer Augen kalt und frei von jeglichen Gefühlen. Fiona dachte noch an etwas anderes als die Zwergin nur für ihre Unvorsichtigkeit zu tadeln. Um keine Ausbreitung der Verderbnis zu riskieren, müsste die Zwergin am besten hier und jetzt sterben und anschließend… zurück in das Loch geworfen werden aus dem sie gekommen war. Es klang grausam und moralisch wirklich widersprüchlich aber ihr war kaum mehr zu helfen.

Während Fiona mit ihren Gedanken beschäftigt war, waren um die Ecke Stimmen zu hören und Halvar richtete seinen Blick in diese Richtung und begann mit erhobener Nase die Gerüche aus der Luft zu filtern. Er gab ein lautes brummendes Grollen von sich und als Fiona ihre Aufmerksamkeit auf die Ecke richten wollte, wurde sie auch schon von Jemand angestoßen in dem dieser fast in sie hinein rannte. „He! Passt doch auf.“,  fiel ihre unerfreute Begrüßung daher aus. Aber war das nicht der bemalte Fennek aus der Taverne? „Und wenn ihr des Zwergenkönigs Persönlicher Sparringspartner wärt, ihr habt hiermit nichts zu tun!“, antwortete einer der aufgetauchten Zwerge. Fiona stellte sich die unausweichliche Frage, was denn nun hier los war? Halvar erspähte früher als sie die Waffen in den Händen der Zwerge und stampfte mit einem kurzen und monströs klingenden Bellen zwischen seine Besitzerin und die drohende Gefahr. Sie hatte ihren Bogen nicht dabei und das bedeutete für Halvar das seine Gefährtin nicht wie sonst in der Lage war sich selbst zu verteidigen. Er würde von allein angreifen wenn es nötig war, doch zwei der Zwerge hielten inne als sie den riesigen Hund erblickten, der immerhin fast auf Augenhöhe mit ihnen war. Für einen Mabari waren sie kaum nennenswerte Gegner, wenn er sie erst einmal erreicht hatte.
Das Natia eigentlich ziemlich… unnütz? War, zeigte sich auch hier wieder besonders. In der Taverne glaubte ihr niemand ein Wort und bei den Oberflächenzwergen schien ihre Herkunft bei der Legion auch keine große Rolle zu spielen. „Mit was handelt ihr eigentlich, um so eine Behandlung zu genießen?“, fragte sie den Mann, flüchtig interessiert. Äpfel oder Getreide konnte es nicht sein, aber wer wusste schon wie sensibel die Zwerge ihre Geschäfte betrieben und geplatzte Verhandlungen sahen? Eine Überreaktion war nie auszuschließen. Aber ob die Zwerge lange zu einem Pläuschchen bereit waren… Fiona war alarmiert. Das ganze stank bis zum Himmel nach einem Schlamassel.
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Lucan
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BeitragThema: Re: Prolog - Der Anfang einer Geschichte
Mi Mai 03, 2017 12:56 pm

Der erste Instinkt war, wie immer, das Problem zu eleminieren. Aber die Erfahrung hatte gezeigt, dass das langfristig kein sonderlich effektives Vorgehen war, wenn man am Leben bleiben wollte. Also war der zweite Gedanke Flucht, danach erst Kampf und zwar mit den zwei Klingen an seinem Gürtel und danach konnte man immer noch dem ersten, feurigen Urinstinkt nachgehen, wenn gar keine andere Option mehr blieb.
Aber zuerst stand Flucht an der Tagesordnung. Lucan war nicht so verrückt, sich mit zwei gekrümmten Langdolchen gegen ein bewaffnetes Zwergenquartett zu stellen. Zumal er sich solchen Konflikten wirklich ungern stellte und gerade sowieso keine Zeit für so ein Theater hatte. Also hatte er die Flucht nach hinten angetreten. Nur war er nicht weit gekommen, da er mit der Söldnerin zusammenstieß. Für einen kurzen Moment sah er ihr mit einem Stirnrunzeln ins Gesicht, da er sich fragte, was sie hier zu suchen hatte. Aber dann war sein Überlebensinstinkt stärker und dieser hing sich gerade an den Mabari, der scheinbar sofort zum Angriff bereit war, um seine Besitzerin zu verteidigen. Was dazu führte, dass Lucan einen Schritt zur Seite trat und sich um das Hinterteil des Mabaris herumschob, damit Lucan auch in die glückliche Lage geriet, dass der Mabari zwischen ihm und den Zwergen stand. Auf der anderen Seite wollte er nämlich definitiv nicht stehen, wenn dieses Monstrum die Zähne fletschte.

Während sich Lucan also in eine für ihn vorteilhaftere Position brachte und noch immer dicht neben der Söldnerin stand, erklang eine leidlich vertraute Stimme und Lucan warf einen ungläubigen Blick auf die Zwergin, die sich als Teil der Legion vorstellte. Sonderlich zu beeindrucken schien das hier niemanden, aber es hatte immerhin ausreichend Wirkung, dass die Zwerge nicht sofort wieder auf sie losgingen. Also entweder sorgte die Späherin dafür oder der knurrende Mabari, oder beides. Es war Lucan gleich, denn immerhin griffen sie nicht an. Auch wenn Duraks Armbrust direkt auf Lucan gerichtet war und egal, wie er sein Gewicht verlagerte, die Armbrust sich jedes Mal mitbewegte.
Ich habe überhaupt nichts getan!“, versicherte er nun, wobei er damit einerseits Fionas Frage beantwortete und andererseits noch einmal seinen Standpunkt vor den Zwergen klarmachte.
Lügner! Ihr habt meine gesamte Wagenladung Lyrium für die Templer gestohlen!“, brauste Durak auf, der scheinbar der Anführer der Zwergengruppe war. Er hob seine Armbrust drohend an, woraufhin Lucan sofort abwehrend die Hände vors Gesicht hob. „So etwas würde ich nie tun!“ Natürlich hatte er es getan. Aber das würde er garantiert nicht zugeben. „Lüge! Ihr kamt in meinen Speicher, in mein Haus und habt mein Bier getrunken und jetzt bestiehlt ihr verfluchte Ratte mich!“ Ja, wieder korrekt, hatte er auch getan. Und auch das gab er nicht zu. Er hatte seine eigene Geschichte zu verkaufen. Und zwar so schnell, dass es nicht auffiel, dass es eine Lüge war. Für solche Fälle war er immer vorbereitet. Auch wenn es ihn überrumpelt hatte und er nicht damit gerechnet hatte, dass ihn diese verdammte Magierbande linken würde.
Ich weiß überhaupt nicht, wovon Ihr sprecht. Durak, mein Freund, denkt doch nach. Was soll ich denn mit Lyrium? Ich kam zu Euch und handelte mit Juwelen. Ich habe Euch doch gute Ware verkauft.“ Es waren gute Juwelen gewesen und er hatte sie weitaus günstiger verkauft, als man sie sonst in Orzammar zur Weiterverarbeitung bekam. Aber natürlich war das nur ein Vorwand gewesen, um sich das Gebäude anzusehen, wo das Lyrium versteckt war. Schließlich hatte ihn zu Durak gelockt, dass er in Orzammar gehört hatte, dass dieser Handel mit dem Templerorden betrieb. Das war nicht nur lohnenswerte Beute für Lucan, sondern brachte noch den Anreiz, den Templern eins auswischen zu können.

Der Zwerg sah finster drein. Zornesfalten bildeten sich auf seiner Stirn. „Eine Frau hat euch bei dem Diebstahl gesehen! Sie kam gerade zu mir!
Eine Frau?“ Zuerst klang er verwirrt, dann lockerte sich seine Miene, als würde sich ein Puzzle in seinem Kopf zusammenfügen und dann sah er ebenfalls finster drein. „Doch nicht etwa so ein Rotschopf in viel zu engen Kleidern?
Der Zwerg nickte und bestätigte damit genau das, was Lucan natürlich schon wusste. Natürlich war es die Magierin, die ihn erst in der Taverne noch am liebsten vernascht hätte. „Verflucht! Diese Ratten haben sich das alles ausgedacht!
Was meint Ihr?“, fragte Durak misstrauisch. Doch der Zwerg neben ihm wurde ungeduldig und hob seine Axt. „Hört nicht auf dieses Geschwätz.
Moment, meine Freunde hier...“ Er breitete die Arme aus und deutete vielsagend auf die Söldnerin und die Späherin. „Sie können es bezeugen. Ich kam mit einer Gruppe Händler. Wir haben gerade ein Geschäft abgeschlossen, sie wollten mir Juwelen verkaufen! Und jetzt sind sie samt meiner Anzahlung verschwunden! So war es doch, nicht wahr, die Damen?“ Lucan blickte vielsagend zu den beiden Frauen.
Durak blickte die drei finster an. Doch auch der knurrende Mabari sorgte dafür, dass er innehielt und sich noch einmal überlegte, wie er vorgehen sollte. Dann schien er eine Entscheidung zu treffen. „Also, ihr drei.“ Er brummte etwas unverständliches in seinen Bart, doch es waren scheinbar irgendwelche unschöne zwergische Worten, denn irgendwie war sich Lucan sicher, den Klang wiederzuerkennen. „Wenn eine Späherin der Legion zu Euch steht, glaube ich Euch für den Moment. Ihr Drei werdet mir das Lyrium zurückbringen und ich werde eure Gesichter vergessen.
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Natia
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BeitragThema: Re: Prolog - Der Anfang einer Geschichte
Mi Mai 03, 2017 3:35 pm

Die Hand der Zwergin blieb nicht lange am knurrenden Hund. Und das dieser kein gewöhnliches Haustier war, entging Natia ebenfalls nicht.
Allerdings nahm sie ihre Hand nicht aus Angst vor einer Hand weniger runter, sondern weil sie einen unerklärlichen Respekt gegenüber dem Tier verspürte. Vielleicht lag es daran, dass Halvar in etwa so groß war wie sie selbst, vielleicht lag es auch an seinen Augen. Sie selbst konnte es sich zumindest nicht erklären.

"Die Verderbtheit überträgt sich nicht so schnell, wie ihr das vermutet, Mensch.", warf sie allerdings noch ein. Denn aus ihrer Erfahrung herraus infizierten sich die Legionäre nicht dadurch dass sie in der Nähe der Infizierten blieben, sondern durch direkten Kontakt mit infiziertem Blut. Allerdings lebten die meisten infizierten auch nicht lang genug, denn sobald es Spuren der Verderbtheit gab die man nicht mehr einfach ignorieren konnte, kämpften sie umso verbissener und erbarmungsloser bis sie inmitten einer Horde, toter, dunkler Brut fielen.

Natia stand neben dem bulligen Mabari, als dieser hervor trat um seine Besitzerin zu verteidigen. Braver Hund, doch Natias Gedanken waren nun völlig weg von diesem und nur auf die Situation gerichtet.
Und auch der Herr aus der Taverne stellte sich hinter den knurrenden Koloss und diskutierte von dort aus weiter.

Die meisten Zwerge schien das Wort Legion nichts zu sagen, doch Natia verspürte kein Bedürfnis es ihnen näher zu erleutern. Jeder Zwerg in Orzammar wusste von der Legion der Toten und wer es nicht wusste, galt nicht mehr als Zwerg oder noch ein Kind.

Es war seltsam, dass der Mensch anscheinend nichts getan hatte. Allerdings wusste auch Natia, dass es unter den Zwergen verschiedenste Gemüter gab und manche hitziger reagierten als andere.

Er hatte also angeblich Lyrium gestohlen? Klang nicht ganz unabwegig. Ein Handel mit Juwelen allerdings auch nicht. Allerdings wusste Natia nicht so viel über Handel und dergleichen, nichtmal was die Zwerge angelang.

Sie war überrascht, als er sie und die Menschenfrau so einfach miteinbezog, dass sie seine Unschuld bezeugen sollen.
"Nun, zumindest hatte er tatsächlich kein Lyrium bei sich als wir miteinander sprachen ... Und ich kann sagen, das er tatsählich in eile aufgesprungen war um jemanden wieder zu finden und wenn ihr es nicht wart, waren es wohl die anderen Geschäftspartner. Also wurden möglicherweise beide von euch bestohlen..."
Natia wusste nicht ob es jemanden half was sie da von sich gab.
"Wäre es nicht sinniger, solltet ihr euch zusammen schließen um die Diebe wieder zu finden? Immerhin wurdet ihr beide bestohlen?"

Sie selbst sah im Moment nicht den Sinn weshalb sie gestohlenes Lyrium und eine gestohlene Anzahlung zurück bringen sollte für jemanden den sie nicht kannte.
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Fiona
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BeitragThema: Re: Prolog - Der Anfang einer Geschichte
Mi Mai 03, 2017 11:45 pm

„Das meinte ich auch nicht.“, entgegnete Fiona, „Das ist ein Hund speziell für Kämpfe und Schlachten ausgebildet. Streichelt ihn nicht wie eine räudige Promenaden Mischung.“ Wenn die Zwergin es dann immer noch nicht verstand… so könnte Fiona immerhin sagen sie hatte sie ja gewarnt. Und da die kindsgroße Hand von dem Rücken Halvars verschwand, beließ es die Söldnerin erst einmal dabei. Ob es ihr Respekt einflößte das die Zwergin einfach furchtlos einen Mabari anfasste wusste sie nicht, vielleicht war es auch nur naiv oder dumm.

Aber zurück zur weiteren Entwicklung des Abends. Wütende Zwerge, ein angeblicher Händler der seine Unschuld beteuerte und sie irgendwie mitten drin – plus einer gefährlich Kranken Zwergin. Beim Erbauer… „Ihr habt Lyrium gestohlen?“, haute Fiona ihre zweite Seitenfrage in Lucans Verteidigungsversuche und ließen sie wohl noch unglaubwürdiger erscheinen. Sie schien auch nur mäßig von der Unschuld des Mannes überzeugt zu sein. Aber auch Fiona ließ diese bedrohlich aufgerichtete Armbrust nicht aus den Augen, viel zu leicht könnte sie auf sie selbst gerichtet werden. Allem Anschein nach befand sie sich in mitten eines saftigen Händlerstreits, ohne dass sie davor von einem von ihnen angeheuert wurde um Gelder einzutreiben oder die Ware zurück zu holen. Es wäre am besten, wenn sie den richtigen Zeitpunkt fand um aus dieser Situation zu verschwinden, ehe es wirklich ungemütlich wurde. Halvar stand noch immer unverändert vor der Söldnerin und behielt alle vier Oberflächenzwerge genau im Auge. Er knurrte nur leise. Doch tat er noch nichts, weil die Zwerge noch nichts Verdächtiges taten und auch weil er keine Befehle von seiner Besitzerin bekam.

„Grundgütiger...“, stieß die Söldnerin zum Himmel hinaus, als Lucan sie als Freund betitelte und nach einer bestätigten Absicherung bei ihnen suchte und auch als sich die Zwergin doch tatsächlich zu den Beschuldigungen äußerte. Das konnte doch alles nur ein schlechter Scherz sein. Die Kriegerin schaute das bemalte Fennek an. Das war doch jetzt nicht sein ernst, oder? Anhand ihres Blicks konnte er wohl sehr gut erkennen, wie sie überlegte ob sie ihm helfen wollte oder seinem Schicksal übergab. „Er kam mit einer Gruppe in die Taverne.“, bestätigte Fiona nüchtern und ohne viele Ausschweifungen, den Blick anfänglich noch auf Lucan ehe sie ihn auf die Zwerge wandte. Ihr lag es außerdem noch auf der Zunge zu sagen, dass sie jedoch nicht wusste was er davor gemacht oder getan hatte.
„Bei meinem Barte! Bringt mir das Lyrium zurück, ansonsten bekommen die Templer eine genau Beschreibung von euch Gestalten und dann wird ein Haufen Templer hinter euch her sein und nach euch suchen!“, bellte Durak. Er zeigte schon Verständnis, weil ein Mitglied der Legion sich für diese falsche Ratte Lucan aussprach. Er winkte ab, schickte noch eindeutige Gesten in Lucans Richtung dass seine Worte nicht nur pure Luft waren. Wenn er den Templern nicht mehr vortäuschen konnte das er das Lyrium nicht mehr hatte, würde er die Schuld einfach auf Lucan und seine Freunde schieben.

Die Zwerge stiefelten griesgrämig von dannen, wobei der mit der Armbrust nur ungern das zielen auf Lucan aufgab. Halvar entspannte sich auch etwas als sich die Situation langsam auflöste und bellte einmal laut in die Nacht hinaus. Fiona allerdings schaute abschätzend auf ihren neuen Freund. „Also, Freund.“, fing sie langsam und vielsagend an und baute sich regelrecht mit einem festen Stand auf. Sie war eine Söldnerin und kein Gutmensch. „Bezahlt mich, dann will ich euch helfen.“, eröffnete sie dem Mann, dass sie sich nicht so ohne weiteres in seine Probleme hineingezogen werden wollte. Dabei machte sie eine Geste mit der Hand, als würde sie mit den Fingern zwei Geldstücke aneinander reiben. Er konnte es sich aussuchen und sie vermutete, er wüsste wo er sie finden würde. Daher rief sie Halvar an ihre Seite, der springend und bellend auch kam und mit kräftigen Schritten neben ihr blieb, während seine klugen Augen nur auf sie gerichtet waren. Fiona wandte sich langsam von dieser kleinen Gruppe ab und nahm eindeutig die Taverne als Ziel.
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Lucan
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BeitragThema: Re: Prolog - Der Anfang einer Geschichte
Do Mai 04, 2017 12:25 am

Auf zwei Fremde bei seiner kleinen Geschichte zu setzen, war gewagt. Das wusste Lucan selbst und hätte es auch vermieden, wäre er nicht ausgerechnet in die beiden Damen hereingestolpert. Doch der Mabari, so wenig er Hunde auch mochte, hatte eindeutig dafür gesprochen, sich auf den Versuch einzulassen. Aber es war eine heiße Angelegenheit, die Söldnerin drangsalierte ihn mit ihrem Blick und auf diese Zwergin, der die Frischluft an der Oberfläche nicht bekam, wollte er auch nicht unbedingt setzen.
Es war heikel und brachte einen gewissen Nervenkitzel mit sich. Doch es sollte sich auszahlen. Er kam mit seiner Geschichte durch. Auch wenn es ihn mehr aus der Bahn warf, wie weltfremd diese Zwergin war, als die Zweifel der Söldnerin an seiner Geschichte. Nichtsdestotrotz hatte Durak einen Entschluss gefasst. Er schenkte ihm Glauben und zog es vor, ihn nicht mit seiner Armbrust zu durchlöchern oder seinen Schädel mit einer dieser Äxte Bekanntschaft machen zu lassen. Nur die Androhung, ihn bei den Templern anzuschwärzen, sorgte dafür, dass sich ihm die Haare sträubten. Das konnte er nun so gar nicht gebrauchen. Zumindest nicht, bevor er nicht verschwinden konnte. Er war froh, dass er den letzten Templer abgehängt hatte, der hinter ihm her war.

Durak, mein Freund, keine Sorge, wir haben den gleichen Feind. Ich werde mich für Eure Ware einsetzen!“, versprach Lucan ihm sofort. Als ob er das tun würde. Das Lyrium wollte er selbst haben und ja, vielleicht würde er tatsächlich erwägen, einen Teil zurückzugeben und zu behaupten, dass der Rest nicht mehr auffindbar war – Genau genommen sein Anteil. Mit mehr konnte er sowieso nichts anfangen. Auch wenn es verlockend war, die gesamte Ladung selbst unters Volk zu bringen. Aber mit diesem persönlichen Dilemma konnte er sich später beschäftigen. Denn derzeit hatte er überhaupt nichts von dem Lyrium.
Das hieß es zu ändern und dieser ganze Zwischenfall hatte zumindest eine neue Option für ihn gebracht. Nicht dass er davor zurückschrecken würde, sich diesen Ratten von Magiern allein gegenüber zu stellen. Aber Lucan war nun einmal ein Mann, der Probleme gern auf dem einfachsten Weg aus der Welt schaffte und was war dafür besser geeignet als noch ein paar Muskeln?

Oh, nicht so schnell.“ Weit kam die Söldnerin nicht, da stand Lucan bereits wieder vor ihr. Nur zu dem Mabari hielt er etwas Abstand, denn ganz geheuer war ihm das Tier nicht. Aber jetzt dachte er an sein Geschäft, das drohte ihm durch die Lappen zu gehen.
Er hatte ein Lächeln auf den Lippen und hielt einen Beutel in der Hand. Als er seine Finger leicht bewegte, war das Klimpern von Münzen zu hören. „Ich schätze neue Freunde. Besonders die spontan nachtaktive Sorte.
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BeitragThema: Re: Prolog - Der Anfang einer Geschichte
Do Mai 04, 2017 2:02 pm

Das war der Zwergin schon aufgefallen, dass es kein gewöhnlicher Hund war. Gewöhnliche Hunde waren keine Muskelpakete und hatten keine klugen Augen. Zumindest nicht in dem Ausmaß.
Sie machte die Menschenfrau nicht darauf aufmerksam, dass sie ihn nicht einfach gestreichelt hatte, sondern vor allem die Muskeln gefühlt hatte, denn die Zwergin sah auch keinen Sinn darin sie diesbezüglich zu berichtigen.
Immerhin gab es auch Zwerge die ihre kleinen Nugs mehr Intelligenz als ihrer Familie zusprachen und dann ziemlich bissig reagierten, sollte man anderer Meinung sein.

Nun gut, die ganze Situation entwickelte sich so, dass Natia zwar nicht direkt ignoriert wurde, aber doch auch nicht direkt angesprochen. Sie fühlte sich aber auch nicht als Teil des anscheinend vorhandenen Problems.
Sie hörte sich alles ruhig an und am Ende schien das Problem auf ein Ziel minimiert worden zu sein. Der Herr sollte das Lyrium wieder beschaffen, die zwei Frauen sollten ihm dabei helfen und er würde sonst an die Templer verraten werden. Ok. Alles richtig im Kopf behalten?
Dann konnten die Zwerge also von dannen ziehen, wenn auch sichtbar nicht ganz glücklich mit dieser Situation.

Jetzt galt es also diese Situation hier aufzulösen. Die Menschenfrau welcher der Mabari , der Schlachthund gehörte, wollte eine Bezahlung. Eine ... Söldnerin! Und der vermeintliche Händler wedelte mit einem vollen Beutel an Geld herum für sie. Alle glücklich?
Nicht ganz. Natia war es nicht.
"Es ist erfreulich, dass ihr beiden euch so gut versteht, allerdings sehe ich nicht ganz den Sinn was ich mit dieser ganzen Sache zu tun habe.", begann die Zwergin ruhig und sah von einem Menschen zum anderen hoch. "Als ich auf die Oberfläche kam, war alles was ich wollte jemandem die Informationen teilen die ich in den letzten Monaten verstärkt in den Tiefen Wegen gesammelt habe. Es sind zwar nichts weiter als die Worte eines toten Zwerges, allerdings nehme ich an dass sie in den richtigen Händen was Wert sein sollten um sich auf die künftige Verderbniss vorbereiten zu können."
Sie sah nachdenklich zum Mabari, was es eigentlich auch um ein vielfaches einfacher war ihm in die Augen zu sehen. "Ich hatte auch gar nicht vor all zu lange an der Oberfläche zu bleiben und möchte so schnell es geht zurück in die Tiefen Wege um noch so viel wie möglich der Dunklen Brut mit zunehmen, bevor ich ein Teil des Steins werde."
Ja, das war so ziemlich die ganze Zusammenfassung ihres Vorhabends für das restliche Leben.

Was wollte sie jetzt ... Sollte sie die Menschen begleiten? "Wenn ihr der Meinung seid, dass wir den gleichen Weg haben, so wäre ich bereit euch eine Zeit lang zu begleiten bis meine Aufgabe erledigt ist. Eine Bezahlung ist dabei nicht von Nöten. Über ein warmes Mahl freue ich mich mehr.
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Fiona
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BeitragThema: Re: Prolog - Der Anfang einer Geschichte
Fr Mai 05, 2017 4:47 pm

In Gedanken sah sich Fiona schon wieder in der lauschigen Taverne sitzen. Vielleicht nahm sie sich dieses Mal einen Platz nahe dem Feuer. Die Lust aufs Spielen war ihr verflogen und der Sinn sich einfach so vor dem Schlafen gehen zu betrinken war sehr verlockend. Damit war ihre Planung für den Rest des Abends getroffen und morgen würde sie schauen wohin es sie weiter zog. Am besten weiter ins Landesinnere und weit weg von Ozammar mit seinen Zwergen und der stärkeren Verbindung zu den Grauen Wächter und der Dunklen Brut. Ob ihre zuvor angebotenen Dienste in Anspruch von dem Händler genommen wurden, dass überließ sie vollkommen ihn. Fiona war auch mit einem Abend mit einem Krug Met in der Hand zufrieden, sie wollte sich nicht aufzwängen.

Sehr bald schon wurden ihre Gedanken um die Taverne und ihr Weg dorthin gestört. Der Händler hatte sie eingeholt und sich vor sie gestellt. Erwartungsvoll blieb die Söldnerin stehen und sah ihn an, auch Halvar stoppte seine Schritte und blieb an der Seite ihres linken Beines stehen. Sein Wink mit dem Geldbeutel, dessen Inhalt er klimpern ließ, sagte mehr als es Worte tun brauchten. Etwas skeptisch musterte Fiona den Beutel. Dann aber jedoch schien ihr das Angebot zu genügen und sie nahm es den Händler ab. „In Ordnung. Ich stelle meine Fähigkeiten in euren Dienst.“, sagte sie und stopfte den Beutel hinter ihren Gürtel, damit war das geschäftliche erstmal erledigt. „Nachtaktiv sagt ihr? Bedeutet wohl, dass ihr umgehend aufbrechen wollt. Lasst mich davor nur mein Pferd holen, dann können wir meinetwegen aufbreche. Ihr treues Pferd und ihre Ausrüstung wollte sie nur ungern an diesem Ort zurücklassen, zumal das alles war was sie besaß.

Als sich dann die Stimme der Zwergin wieder gehör mit einer langen Ausfürhung beschaffte, schaute Fiona auf sie hinab. Dieses Volk war aber auch klein, aber sie würde niemals deren Stärke in Frage stellen. Ein Zwerg der eine breite Streitaxt schwang war ihr unheimlicher als ein geschmeidiger meuchelmordender Elf. Fragend sah sie Natia an, „Dann ist eure Mission noch nicht vorbei, oder was lässt euch glauben das euer Wissen bereits in besagten Händen ist die sich um eure Warnung kümmern?“ Hatte sie überhaupt zugehört, oder sah sie wirklich ihre Aufgabe als erfüllt an, weil sie für einen großen Lacher in der Taverne gesorgt hatte? „Unser Freund hier.“, Fiona nickte mit dem Kopf in Lucans Richtung, „Begeben uns anscheindend auf eine Lyriumjagd. Das ist etwas anderes als nach Denerim zu reißen und den König sprechen zu wollen, hattet ihr das nicht auch vorgehabt?“ Beim Erbauer, sie würde bei diesem Versuch eher sterben als das sie ihrem Ziel überhaupt nahe gekommen zu sein- Hatte die Zwergin außerdem vergessen was sie ihr vor wenigen Minuten noch gesagt hatte? Sie sollte mit ihrer Verderbnis andere meiden. Die Söldnerin verschränkte die Arme vor der Brust und sah sie streng an. Natias Geheimnis war ihr nicht unbekannt. Sie würde den Händler am Ende doch noch anstecken, den Zufall in der Taverne hatte sie verhindern können.
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BeitragThema: Re: Prolog - Der Anfang einer Geschichte
Fr Mai 05, 2017 10:22 pm

Ich hoffe, Ihr erweist euch des Geldes wert.“ Lucan ließ sich den Beutel aus der Hand nehmen. Es war ihm die Investition wert, wenn er dafür die Söldnerin und dieses Biest bekam. „Gut, dass wir uns einigen konnten. Holt eure Sachen, dann brechen wir auf. Ich hoffe, Euer Freund hier kann Fährten lesen. Denn alles, was ich noch habe, ist das hier.“ Er zog ein Spitzentaschentuch aus seiner Manteltasche. Die rothaarige Magierin hatte es ihm zuvor gegeben und versucht, ganz wie eine Dame seine Gunst zu erlangen. Wer hätte gedacht, dass sich das noch einmal als nützlich erweisen sollte? Lucan wusste zwar ganz genau, wohin sie mussten. Aber wenn er das zugab, hieß es auch, dass er das Lyrium gestohlen hatte. Und dieses Bekenntnis würde er nicht machen. Er war ein Händler, der ebenfalls von der kleinen Gruppe betrogen wurde und nun zwischen die Fronten geraten war. Da verließ er sich nun darauf, dass der Mabari wirklich so ein guter Hund war, wie immer alle behaupteten und der Geruch der Magierin sie an den richtigen Ort bringen würde.

Gerade als er sich mit der Söldnerin geeinigt hatte, erhob die Zwergin das Wort. Lucan blickte an der Söldnerin vorbei und runzelte die Stirn bei dem ganzen Gerede, was nach wie vor für ihn größtenteils Humbug war. Immer diese Zwerge, von denen sich manche für tot hielten, und die alle nur ihren Frieden fanden, wenn sie Stein wurden. Oh, da sollte sie mal aufpassen, dass Lucan sie da nicht so wörtlich nahm wie manch anderen Zwerg, der ihm in die Quere gekommen war… und Stein wurde.
Aber das Wichtige, was er ihren Worten entnahm, war die Tatsache, dass sie ihre Dienste anbot und zwar ohne dafür eine Bezahlung zu verlangen. Lucan wusste um die Kampfkraft der Zwerge und wer war er denn, dass er so ein Angebot ausschlagen würde?
Entgegen dem, was der Söldnerin wohl gefallen würde, lächelte er vereinnahmend. „Oh, solange Ihr für mich kämpft, sollt Ihr Eure warme Mahlzeit bekommen. Und eins ist gewiss, früher oder später kreuzen wir mit Sicherheit den Weg eines Wächters, dem Ihr Eure Warnung überbringen könnt.“ Er zwinkerte ihr zu. Er hätte ihr alles erzählt, um zu bekommen, was er wollte – und das war gerade nun einmal ein wenig Unterstützung bei seinem derzeitigen Problem.
Lucan klatschte einmal in die Hände. „Also dann… Beeilung meine Damen, auf zu den Pferden. Die Ratten warten nicht auf uns.“ Damit drehte er sich um und kehrte zur Taverne zurück, nur jetzt um zweieinhalb Gefährten reicher.
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